Baden
Ein Stück Merkker für die eigenen vier Wände

Für den Merkker-Flohmi öffnete das Kulturlokal endgültig zum letzten Mal seine Tore.

Philippe Neidhart
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Patricia Itel arbeitet zum letzten Mal an der Kasse des Merkkers
21 Bilder
Wie Shopping im Einkaufscenter - nur günstiger
Stapelweise Geschirr konnte am Flohmi im Merkker für wenig Geld erworben werden
Merkker Flohmarkt
Feuerwasser
Im Merkker hiess es an diesem Samstag - Alles muss raus!
Ein Stück Merkker macht sich in jeder Wohnung gut
Ein Stück Merkker macht sich in jeder Wohnung gut
Ein Andenken an das Merkker
Die Technik erfreute sich bei den Besuchern grösster Beliebtheit
Die Technik erfreute sich bei den Besuchern grösster Beliebtheit
Die Technik erfreute sich bei den Besuchern grösster Beliebtheit
Das Team des kleinLaut-Festivals zerlegt das ehemalige Kassenhäuschen
Das Team des kleinLaut-Festivals zerlegt das ehemalige Kassenhäuschen
Das Team des kleinLaut-Festivals zerlegt das ehemalige Kassenhäuschen
Auf diesen Hockern verbrachten die Merkkerlinge unzählige Abende
Auch Weihnachtsschmuck kann man am Flohmi günstig erwerben
Auch Kuriosit+ñten wie diese rote Kuhglocke standen zum Verkauf
Auch diverse Bilder konnten am Merkker-Flohmi günstig erworben werden
Am Flohmi im Merkker konnte man sich ein Andenken an das Kulturlokal sichern
Auch der Badener Autor und Poet Simon Libsig liess sich den Flohmi nicht entgehen

Patricia Itel arbeitet zum letzten Mal an der Kasse des Merkkers

Philippe Neidhart

Es herrscht sichtlich Aufbruchstimmung im Badener Kulturlokal – unzählige Scheinwerfer stehen auf dem Boden, Geschirr türmt sich auf den Tischen. In den vergangenen zwei Monaten nach der Schliessung des «Merkkers» zu Beginn dieses Jahres hat sich einiges getan, denn bereits am 31. März muss das Lokal endgültig geräumt sein.

Nun erhielt man am Flohmarkt die einmalige Chance, sich ein Andenken an die zahlreichen Partys und Konzerte im «Merkker» zu sichern. Von Bastelmaterial über Weihnachtsschmuck bis hin zu kultigen Barhockern und Ansichtskarten – die Auswahl an Merkker-Erbstücken war immens. Auch Kuriositäten wie eine Kuhglocke oder Gartenlaterne standen zum Kauf bereit. Der reissendste Absatz bei den Gästen fand jedoch die Technik: «Vor allem zu Beginn gab es ein Ansturm», so Patricia Itel, Leiterin Kultur des «Merkker». Auch der Badener Poet und Autor Simon Libsig liess sich die Chance auf ein Schnäppchen nicht entgehen und füllte sich gleich eine ganze Kiste mit Scheinwerfern.

Auch vor dem Kulturlokal wird fleissig gewerkelt. Das Team vom kleinLaut-Festival ist gerade dabei, das Kassenhäuschen in seine Einzelteile zu zerlegen. Mit einem neuen Anstrich wird der Holzbau im Juli dieses Jahres in Riniken wieder aufgebaut. «Es ist schön, dass auf diese Weise ein Stück Merkker weiterleben wird», freut sich Itel. Man merkt jedoch schnell, dass ihr der Abschied nicht leicht fällt. Es wird jedoch nicht das gesamte Interieur verkauft an diesem Samstag. Viele Sachen wurden im Backstagebereich des Lokals eingelagert, bis die Merkkerlinge die neuen Räumlichkeiten in der Alten Schmiede beziehen können. Es besteht also die Hoffnung, dass man im «WERKK» noch ein Stückchen vom alten Flair des «Merkkers» geniessen kann. Bis dahin muss man sich allerdings gedulden. Die geplante Öffnung des neuen Kulturlokales ist erst nach den Sommerferien. Momentan haben die Verantwortlichen jedoch noch einige Arbeit vor sich, so muss beispielsweise die Garderobe auf dem Vorplatz abgebaut werden.

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