Ginger will zuerst an der Kamera schnuppern. Doch die Lust, für Tierfotografin Nicole Hollenstein zu posieren, hält sich beim Kater in Grenzen. «Ein bisschen Baldrian hilft», sagt Jessica Brunner vom Tierheim. Und tatsächlich: Ginger hält für das Shooting im Katzenkörbchen kurz still.

Der Aargauische Tierschutzverein habe die bekannte Tierfotografin für die Idee eines Katzen- und eines Hundekalenders gewinnen können, sagt Präsidentin Astrid Becker. Das Fotografieren von Tieren, insbesondere von Hunden, hat Nicole Hollenstein vor wenigen Jahren erst zum Beruf gemacht. Innert kurzer Zeit hatte sie sich bereits einen Namen verschafft. Ihre Fotos zieren Titelseiten von Hundemagazinen oder finden sich auf der Werbung für Tierbedarfsartikel.

«Geduld, Ruhe und Einfühlungsvermögen» seien der Schlüssel zum guten Foto, sagt Hollenstein, die in Wil (SG) ein Studio betreibt. Beim Shooting im Tierheim und in der Natur lässt sie ihre Leidenschaft spüren. Die Tierfotografie ist für Nicole Hollenstein ebenso Berufung. «Die Diskriminierung von Hunderassen beschäftigt mich sehr», sagt Hollenstein. Ihre speziellen Porträts mit Hunden, die auf Rasselisten figurieren, sollen aufklären und Vorurteile abbauen helfen.

Die beiden Kalender präsentiert der Tierschutzverein erstmals am Hundemilitary vom 14. September. Der Verkaufserlös soll helfen, den Heimbetrieb, die Tierschutztätigkeit und weitere Projekte zu finanzieren.