Neuerscheinung

«Ein Wald voll Affen»: Neues Buch aus Baden soll Kinder Kunst erleben lassen

Markus Stegmann schrieb die Geschichten im Buch selbst.

Markus Stegmann schrieb die Geschichten im Buch selbst.

Der Leiter des Museums Langmatt in Baden stellt am Samstag sein Buch «Ein Wald voll Affen» vor. Die Idee dahinter ist, dass die Kinder es möglichst intensiv brauchen.

Als Kind hiess es immer, man soll sorgfältig mit seinen Sachen umgehen. So stehen in vielen Wohn- und Kinderzimmer Kinderbücher im Regal, welche fast neuwertig und ungebraucht sind. Das Museum Langmatt bringt nun ein Kinderkunstbuch heraus, das zum Ziel hat, möglichst intensiv gebraucht zu werden.

«Ein Wald voll Affen» heisst das Werk, geschrieben von Markus Stegmann, Museumsdirektor der Langmatt. Ziel des Buches sei es, die Kinder zum genauen Betrachten von Bildern zu animieren, so Stegmann. Es beinhaltet zwölf erfundene Geschichten zu zwölf Gemälden aus der Sammlung des Museums. Die Erzählungen beziehen sich auf ein Detail im jeweiligen Bild. Die Bilder wurden von Primarschülern aus Berikon letztes Jahr ausgesucht.

Erleben anstatt erklären

Die Idee zum Buch hatte Markus Stegmann, selbst Vater von zwei Kindern, bereits seit längerem. Dank der Unterstützung der Minerva Kunststiftung konnte er seine Vision endlich umsetzen. Stegmann wollte ein Kunstbuch für Kinder kreieren, das nicht stur auf der Kunstgeschichte beharrt. «Herkömmliche Bücher erklären Kunst. Dieses Buch soll Kinder die Kunst erleben lassen.» Darum biete das robuste Buch Platz zum Malen und Schreiben. «Es ist ein Buch für Kinder zur Benutzung. Es soll die Fantasie wecken und ist zum Reinmalen und Schreiben gedacht – und wenn es keinen Platz mehr hat, findet sich überall Papier zum Weitermachen», sagt Markus Stegmann.

Der Museumsleiter holte sich für das Projekt Fachleute ins Boot. So übernahm Dorothea Weishaupt vom Studio Groenlandbasel die Gestaltung des Buches. Nachdem die Schulklassen die Bilder ausgewählt hatten, fing er gemeinsam mit Weishaupt an, die Details auszusuchen und entwarf Geschichten. «Meine Kinder mussten als erste zuhören», sagt er mit einem Schmunzeln. Anschliessend lud er nochmals die Schüler aus Berikon ein und las ihnen einige Geschichten vor den Bildern vor. «Es war sehr spannend zu sehen, wie die Kinder die Geschichte selber weitererzählten und darüber diskutierten, was als Nächstes passieren könnte.» Auch der pädagogische Aspekt wurde berücksichtigt.

Kinder sollen etwas beitragen können

So unterstützten Rebekka Sieber, Museumspädagogin, und Gunhild Hamer, Leiterin Fachstelle Kulturvermittlung des Kantons Aargau, das Projekt. Hamer brachte ihn auf den Interaktivitätsgedanken. «Sie erklärte mir, wie wichtig es sei, dass die Kinder nicht nur lesen oder schauen, sondern auch selbst etwas beitragen können. So kamen wir auf die Idee mit den leeren Seiten», so Stegmann. Im Buch hat es immer wieder fast leere Seiten, in denen die Kinder die Geschichte selber weitererzählen oder Beobachtungen festhalten können – sei es als Text oder als Zeichnung.

Am Samstag wird «Ein Wald voll Affen» im Rahmen eines Kinderfestes im Museum Langmatt vorgestellt. Markus Stegmann wird eine Lesung vor den Originalbildern halten. Anschliessend gibt es ein Zvieri und eine Zaubershow.

Samstag, 25. März, von 14.30 bis 16.30 Uhr im Museum Langmatt in Baden. Eintritt kostenlos.

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