Spreitenbach
Ein weiter Blick in die Zukunft des Dorfes sorgte für einige Lacher

Rund 200 Besucher kamen, um den musikalisch-politischen Jahresauftakt in Spreitenbach zu erleben. Sie erhielten auch Informationen über mögliche und visionäre Fusionen – mit Killwangen oder der Stadt Zürich.

Dieter Minder
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Im Pfarreisaal stossen die Spreitenbacher auf das neue Jahr an
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Trachtenfrauen servieren das Apero
Trachtenfrauen beim Einschenken
Gemeindeammann Valentin Schmid
Flasche und Flasche wird geöffnet
Ein Glas für jeden Gast
Gemütliches Treffen
Am Apero trifft man sich
Neujahrsempfang in Spreitenbach

Im Pfarreisaal stossen die Spreitenbacher auf das neue Jahr an

Dieter Minder

Mit «Perlen der Volksmusik» begannen die Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher das neue Jahr. Die vier Mitglieder des Vokalensembles Spreitenbach, Daniel Pérez (Bass), Larissa Bretscher (Sopran), Sarah Widmer (alt) und Florian Glaus liessen Lieder aus verschiedenen Jahrhunderten erklingen. Darunter so bekannte wie «Im Aargau sind zweu Liebi» oder «Sisch mer alles ei Ding».

Traditionell fand der zweite Teil des Neujahrsempfangs im katholischen Pfarreisaal statt. Doch hier mussten die Besucher einen Traditionsbruch in Kauf nehmen: Kein Kaminfeger überreichte ihnen, wie in den letzten Jahren üblich, einen Glücksbringer.

Diese Lücke soll im kommenden Jahr wieder geschlossen werden. «Wir werden uns beim neuen Kaminfeger dafür einsetzen, dass er im nächsten Jahr wieder kommt», versprach Gemeindeammann Valentin Schmid in seiner Ansprache.

Spreitenbach: Kreis 17 von Zürich?

Er ging darin auch auf die Fusionsgespräche mit der Nachbargemeinde Killwangen ein. Nach einem intensiven Jahr haben die Facharbeitsgruppen ihre Berichte erstellt. «Die Projektleitung wird diese nun beurteilen und den Gemeinden Vorschläge unterbreiten.» Voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte entscheiden die Gemeinderäte über ihre Anträge an die Gemeindeversammlungen.

Von einer weit grösseren Fusion ist in einer Studie der ETH zur Zukunft des Limmattals die Rede. «Darin heisst es, 2050 werde Spreitenbach der Kreis 17 der Stadt Zürich sein», sagte Schmid. Im Saal provozierte er damit einige Lacher, denn so weit die in die Zukunft wollte niemand blicken.