Region Baden

Eine Fusion zu «Grossbaden» käme der Aargauer Regierung gelegen

Eine Stadt «Grossbaden» würde bis zu 70 000 Einwohnern zählen.

Eine Stadt «Grossbaden» würde bis zu 70 000 Einwohnern zählen.

Die Aargauer Regierung hätte nichts dagegen, wenn sich mehrere Gemeinden zu einem «Grossbaden» zusammenschliessen würden. Doch sie macht auch klar: Die Initiative dazu muss von den Gemeinden selber kommen.

Der Aargau ist viertgrösster Kanton – und trotzdem mit keiner Stadt unter den Top Ten der grössten Schweizer Städte vertreten. Das könnte sich in naher Zukunft ändern, wie die aktuellen Diskussionen um Fusions-Projekte in Aarau und Baden zeigen. Und auch in Brugg ist das Thema Fusion wieder aktuell, wie die Aargauer Zeitung gestern berichtete.

Je nachdem wie viele Gemeinden sich «Grossbaden» anschliessen würde, könnte daraus eine Stadt mit bis zu 70 000 Einwohnern werden. Nun nimmt erstmals auch die Aargauer Regierung Stellung – und sie beurteilt die Pläne grundsätzlich positiv.

«Der Regierungsrat unterstützt die Entwicklung der Städte und Baden zu urbanen Zentren mit wachsender Ausstrahlung», teilt der Regierungsrat über Sprecher Peter Buri mit. Allerdings lässt die vorsichtig formulierte Antwort offen, wie der Weg dorthin aussehen soll.

Die Initiative für diese Entwicklung müsse von den Gemeinden ausgehen. «Welche Lösung für die jeweilige Stadt bzw. Region die richtige ist, muss von den Betroffenen selber entschieden werden.» Es sei die Aufgabe der Gemeinden, die Fusion anzustossen und ihre Bürger davon zu überzeugen.

Ganz auf sich allein gestellt sind die Gemeinden aber nicht, der Regierungsrat bietet seine Unterstützung «mit Rat und Tat» an. Auch finanzielle Beiträge seien möglich.

Die aktuelle Regelung sieht einen Projektkostenbeitrag von bis zu 30 000 Franken vor. Kommt es zur Fusion, erhalten die beteiligten Gemeinden pauschal 400 000 Franken. Sind sie finanzschwach, zahlt ihnen der Kanton zudem einen Zusammenschlussbeitrag, der von Steuersituation und Bevölkerungszahl abhängt.

Weil sowohl Baden als auch Ennetbaden über eine hohe Steuerkraft verfügen, könnten sie bei einer Fusion nur mit den Pauschalbeiträgen rechnen.

Zur potenziellen Grösse der beiden Zentrumsstädte äussert sich der Regierungsrat hingegen nicht. In der Vergangenheit gab sich die Regierung diesbezüglich weniger zurückhaltend: «Durch die Bildung grosser Zentrumsgemeinden Aarau (ca. 50 000 Einwohner) und Baden (ca. 60 000 Einwohner) sollen Städte von nationaler Ausstrahlung geschaffen werden», schrieb der Regierungsrat noch 2007 in seinen Leitsätzen zur Entwicklung der Gemeindelandschaft.

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