Oberrohrdorf
Eine ganze Schule steht Spalier

Die Oberrohrdorfer Schulverwalterin und Schulsekretärin Doris Zehnder ist nach fast 30 Jahren gebührend verabschiedet worden - Schüler, Lehrpersonen und Behörden standen Spalier.

Carla Stampfli
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Pensionierung Doris Zehnder Die gesamte Schule steht für Doris Zehnder Spalier. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
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Doris Zehnder
Pensionierung Doris Zehnder Die gesamte Schule steht für Doris Zehnder Spalier. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Ein Ständchen für Doris Zehnder. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Die gesamte Schule steht für Doris Zehnder Spalier. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Doris Zehnder mit Enkelinnen. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Extrafahrt im alten Saurer-Postauto für die Pensionärin. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Ein Ständchen für Doris Zehnder. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Extrafahrt im alten Saurer-Postauto für die Pensionärin. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Die gesamte Schule steht für Doris Zehnder Spalier. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.
Pensionierung Doris Zehnder Christof Zehnder, Schulleiter Kindergarten und Unterstufe, würdigt Doris Zehnder. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.

Pensionierung Doris Zehnder Die gesamte Schule steht für Doris Zehnder Spalier. Doris Zehnder wird nach 29 Jahren als Sekretärin und Schulverwalterin an der Schule Hinterbächli Oberrohrdorf pensioniert, 7. Juli 2017.

Alex Spichale

Seit 29 Jahren ist sie als Sekretärin und Schulverwalterin Oberrohrdorfs tätig: Doris Zehnder. Am Freitag hatte die 64-Jährige ihren letzten Arbeitstag. Es war ein besonderer Moment: So stand nicht nur die gesamte Schule für sie Spalier, sondern es gab auch Ständchen, Reden und eine Extrafahrt in einem alten Postauto.

Doris Zehnder blickt gerne auf ihre Zeit im «Hinterbächli» zurück. «Für mich war der Job ideal. Er bot viel Abwechslung.» Sie kümmerte sich unter anderem um die Administration von Schulleitung, Schulpflege und Musikschule. Sie war zur Stelle, wenn Vereine Schulräumlichkeiten benötigten oder einen Anlass auf dem Schulareal organisieren wollten. Auch half sie mit, das alle vier Jahre stattfindende Jugendfest zu organisieren. Mit Eltern von Schülern kam sie hingegen weniger in Kontakt.

«Dank meiner Arbeit kenne ich das Dorf, die Vereine, die Menschen. Dadurch konnte ich in all den Jahren etwas aufbauen.» Zur Last wurde ihr der Job nie, im Gegenteil: «Als Mutter von vier Kindern tankte ich in der Schule Energie für zu Hause.»

An die Anfänge kann sich Zehnder gut erinnern. «Damals gab es noch keine Schulleitung. Ein Rektorat, zusammengesetzt aus Lehrpersonen, führte die Geschicke der Schule.» Sie arbeitete dort, wo gerade ein Platz frei war, beispielsweise in der Mediathek. Erst, als der administrative Aufwand grösser wurde, bekam sie einen fixen Arbeitsplatz. «Was ich aber von Anfang an hatte, war eine grosse Schreibmaschine», sagt sie. Einige Jahre später wurden Computer angeschafft. «Die Gemeinde zeigte sich gegenüber der Schule immer sehr grosszügig. Der technologische Fortschritt hat uns die Arbeit um einiges erleichtert.» Ohne Computer wäre die Arbeit heute nicht mehr zu bewältigen.

Schulleitung wurde 2004 eingeführt

Neben Computern war auch die Einführung der Schulleitung im Jahr 2004 eine grosse Veränderung: «Zuvor leiteten die Lehrpersonen das Rektorat. Für sie war es nicht einfach, neben dem Unterricht noch die operative Leitung der Schule innezuhaben. Ich fühlte manchmal richtig mit ihnen mit.» Dank der Schulleitung seien Strukturen und Aufgabenteilung klarer geworden. In der Folge liess sich Zehnder als Schulverwaltungsleiterin ausbilden. «Damit konnte ich mein Wissen gezielt einbringen und der Schule helfen, sich weiterzuentwickeln.»

Seit März ist sie nun daran, ihre Nachfolgerin Claudia Müller einzuarbeiten. «Ich finde es toll, jemanden an der Seite zu haben, dem ich die Aufgaben mit einem guten Gefühl übergeben kann. So gehe ich beruhigt in die Pension», sagt sie. Traurig, nach 29 Jahren ihren Arbeitsplatz räumen zu müssen, ist sie nicht: «Ich freue mich auf die Sommerferien und die Badenfahrt.» Pläne für danach hat sie noch keine geschmiedet. «Ich lasse jetzt erst einmal alles auf mich zukommen.» Langweilig werde es ihr mit zehn Enkeln ohnehin nicht werden, sagt Doris Zehnder mit einem Lachen.

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