Es war der letzte Auftritt von Silvio Caneri (CVP) und Antonino Colacino (Dorf Forum) als Gemeindeammann respektive Vizeammann an einer Gemeindeversammlung: Beide geben per Ende Jahr ihr Amt ab. Caneri ist seit zwölf Jahren Gemeindeammann von Fislisbach, Colacino ist seit drei Jahren als Vizeammann tätig.

Caneri zeigte sich am Freitagabend überrascht, wie viele Stimmbürger den Weg in die Mehrzweckhalle Leematten gefunden haben. Mit 198 Anwesenden war diese voll belegt. «Ich hoffe, sie sind nicht nur wegen mir hier, sondern auch wegen der traktandierten Geschäfte», scherzte der abtretende Gemeindeammann.

Tatsächlich zog aber das Traktandum «Verschiedenes», bei dem unter anderem Caneri und Colacino verabschiedet wurden, die grösste Aufmerksamkeit auf sich. «Ich denke gerne an die Zeit im Gemeinderat zurück. Ich hatte grossen Spass, mit Dir zusammenzuarbeiten», sagte Caneri, als er seinem Vize für seinen Einsatz dankte. Colacino wiederum bedanke sich bei Caneri und hielt in der Folge eine amüsante Abschiedsrede.

«Dein Wort fand immer Gehör»

Dann kam der Moment, in dem Regierungsrat Markus Dieth in die Halle trat. Caneri erhob sich von seinem Stuhl und umarmte seinen Parteikollegen mit einem breiten Lachen. «Ich habe dich immer als konstruktiven Politiker wahrgenommen», sagte Dieth, der als ehemaliger Gemeindeammann Wettingens mit Caneri im Vorstand des Regionalplanungsverbands Baden Regio vertreten war. «All diese Jahre hast du deine Worte immer mit Herz und Verstand gewählt.» Wenn man sich ehrlich für die Bewohnerinnen und Bewohner einsetze, spüre und schätze das die Bevölkerung.

«Dein Wort fand immer Gehör und du hast Verantwortung übernommen, in Fislisbach und in der Region. Du hast die Interessen der Gemeinde stets den eigenen Interessen vorgezogen. Dafür danke ich dir», sagte Dieth. Als Geschenk überreichte er Silvio Caneri einen neuen Wanderrucksack. «Den alten kannst du ja nun im Gemeindehaus lassen», sagte Dieth mit einem Schmunzeln.

Bevor es zu den Verabschiedungen kam, genehmigte die Gmeind das Budget 2018 mit einem Steuerfuss von neu 103 Prozent (bisher: 106 Prozent). Auch sagte sie Ja zum Gemeindebeitrag in Höhe von 124 812 Franken für die Sanierung und Erweiterung des Sport- und Erholungszentrums Tägerhard Wettingen.

Die Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.