Remetschwil

Eine Gmeind mit vielen kritischen Voten

An der Wintergmeind 2017 gab es zahlreiche Wortmeldungen

An der Wintergmeind 2017 gab es zahlreiche Wortmeldungen

Intensive und lange Diskussionen über Strassenbeleuchtung und -erneuerungen sowie über das Budget 2018 prägten die Gemeindeversammlung. Zudem stellten am Montagabend mehrere Stimmberechtigte verschiedene Anträge.

Es war eine Gmeind, wie sie in Remetschwil wohl noch nie über die Bühne ging. Nicht nur wurden am Montagabend die Vorlagen intensiv bis halb zwölf Uhr diskutiert, sondern es gab auch mehrere Anträge von Stimmberechtigten.


Bereits die Kreditabrechnung für das Oberstufenzentrum Rohrdorferberg, die um rund 64'400 Franken (Anteil Remetschwil) überschritten wurde, sorgte bei den 121 anwesenden von 1418 Stimmberechtigten für Wortmeldungen.

Intensiv diskutierte die Gmeind auch über die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Feuerwehr Regio Heitersberg-Reusstal in Höhe von 36'000 Franken und über den Verpflichtungskredit für den Ersatz von Quecksilberdampflampen bei der Strassenbeleuchtung durch LED-Leuchten über 133'000 Franken. Bei letzterer Vorlage gab es gleich drei Rückweisungsanträge. Christoph Merkli, Koordinator der neu gegründeten Gruppe Aufbruch Remetschwil, stellte fest, dass die Kosten massiv überhöht seien und man auch nur einzelne Lampen durch LED-Leuchten ersetzen könnte.

Einen weiteren Rückweisungsantrag gab es beim Zusatzkredit von 170'000 Franken für die Erneuerung der Hägelerstrasse und der Dorfstrasse. Dabei wurde unter anderem kritisiert, dass der Gemeinderat das Bauprojekt im Vorfeld ungenügend abgeklärt habe.


Schliesslich war das Budget 2018 an der Reihe, das wiederum auf einem Steuerfuss von 95 Prozent basiert. De facto entspricht dies aufgrund des Steuerfussausgleichs (Kanton plus drei Prozent/Gemeinden Minus drei Prozent) einer entsprechenden Erhöhung. Der Voranschlag blieb nicht ohne Diskussionen. So stellten eine Stimmberechtigte und ein Stimmberechtigter je einen Antrag auf eine Steuerfusserhöhung auf 98 respektive 93 Prozent.

Trotz kritischer Voten: Die Gmeind genehmigte alle traktandierten Geschäfte mit grosser Mehrheit. Dazu gehören auch ein 25-Prozent-Pensum für die Schulsozialarbiet, das Reglement über die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung, der Vertrag mit der Gemeinde Bellikon für die Sicherstellung der Wasserversorgung in Notlagen sowie ein Verpflichtungskredit über 78'000 Franken für Investitionen in die Infrastruktur der Wasserversorgung.

Die Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendumg. (ces)

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