Baden

Eine Miniaturwelt lebt auf

Das Duo «Babok» lässt dem Zuschauer mit seinem Programm «NAP» keine Möglichkeit, den Fokus auf sie zu richten.

Nachdem der Hahn dreimal gekräht hat, machen die Zuschauer den Reissverschluss ihres «Fensters» auf. Im selbst gebauten «Wasserturm» erwartet sie eine Miniaturwelt, die alle staunen lässt. Dieses Theater findet zwei Meter über dem Boden statt. Carina de Wit und Guido Bevers erzählen Geschichten von Vulkanausbrüchen, Regengüssen beim Campen und Waldbränden. Alles lassen sie die Zuschauer hautnah mit Gerüchen und Geräuschen erleben.

Ein Spielzeugauto spielt die Hauptperson und führt die Zuschauer von einer Erlebnisstation zur anderen. In der Hälfte des Theaters gibt es eine kleine Kaffeepause. Der Kaffee wird aus Miniatur-Kaffeekannen getrunken. Eine Zuschauerin bekommt einen Miniatur-Papierschirm und plötzlich wird Wasser über ihr ausgegossen. Manchmal wirbelt direkt vor den Zuschauern ein Sandsturm auf oder ein Schneesturm aus weissem Pulver setzt ein.

Das Theater von de Wit und Bevers handelt von Naturkatastrophen und dem Klimawandel. Doch sie wollen bewusst dem Zuschauer die Interpretation überlassen. «Unser Theater hat keine direkte Aussage», sagt Bevers. «Wir wollen den Zuschauer etwas erleben lassen und es macht uns Spass, alle Sinne dabei anzusprechen.» Der runde Wasserturm sei bewusst als Schauplatz gewählt. «So können die Zuschauer sich gegenseitig anschauen und die Reaktionen der anderen beobachten.» De Wit und Bevers spielen und erzeugen alle Geräusche und Gerüche über den Köpfen der Zuschauer.

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