Baden-Rütihof

Eine Premiere: Orientierungslauf-Organisation als Familiensache

Die Familie Suter aus Rütihof.

Die Familie Suter aus Rütihof.

Zwei Rütihöfler Familien organisieren einen Orientierungslauf. Dabei sorgen sie für spezielles Ambiente.

Am 26. Juni kommt es nahe der Gemeinde Birmenstorf zu einer OL-Premiere. Zum ersten Mal findet ein Abend-Wertungslauf im Rahmen der Aargauer Schüler- und Jugendmeisterschaft statt, welcher von zwei Familien organisiert wird, statt vom Aargauer OL-Verband. Zu diesem erstmaligen Ereignis kam es, weil der Verband Ende 2018 vor dem Problem stand, dass ein Lauf fehlte, um eine aussagekräftige Schlusswertung zu gewährleisten.

Judith Suter, die Mutter der einen Familie, erhielt auf Anfrage, ob ihre und die befreundete Familie Erne den noch fehlenden Orientierungslauf auf die Beine stellen könnten, die positive Rückmeldung vom Verband: Es braucht Strecken für alle Kinder- und Jugendkategorien, drei offene Bahnen für Erwachsene, eine Festwirtschaft und eine OL-Karte. «Wir sind froh, dass wir dies so einfach organisieren können», so Suter, deren Familie wie auch die Ernes bei der OL-Gemeinschaft Cordoba Baden-Brugg-Zurzach ist. Danach sei die Organisation mit den Jagd- und Forstbehörden reibungslos verlaufen. Dafür war auch die schlanke Organisation von Vorteil, wobei anstehende Probleme sogar am Familientisch geregelt werden konnten. Neben Aufgaben die der Ausschreibung des Events stehen alle Familienmitglieder am Lauftag selbst im Einsatz. Jari Suter und Eline Erne beispielsweise werden die Läufer bei der Anreise auf den Parkplatz einweisen, Siri und Nik sind für das Startprozedere verantwortlich. Einzig das Braten von Würsten müssen Läufer am OL selbst übernehmen, wobei sie bei speziellem Ambiente ihre Routen beim Grillfeuer besprechen können.

Nach OL ist vor OL

Für die Kinder Siri und Timo geht es nach dem selbst organisierten Abend-OL vom beschaulichen Müslen in die weite Welt der Orientierungsläufe hinaus. Siri vertritt die Schweiz an der Junioren-OL-WM in Dänemark im Juli und Timo möchte sich an den Testläufen für die WM der Aktiven in Norwegen qualifizieren, welche Mitte August stattfinden. Auch die Familien als Ganzes gönnen sich nach dem OL in Müslen keine Pause. Im Juli geht es an die «Swiss-O-Week», einen OL über fünf Tage in der Region Gstaad und am Aargauer 3-Tage-OL vom 16. bis 18. August in Brugg sind sie allesamt als Helfer und Teilnehmer im Einsatz. Ein Leben ohne OL gebe es bei den Suters grundsätzlich nicht, sagt Mutter Judith: «Wir haben zwar alle noch ‹anderes›, aber der schöne und gesunde Sport bereitet uns allen dermassen Freude.» (az)

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