Baden

Eine Rollstuhl-Karawane fährt über Brücke und durch die Stadt

Über die Hochbrücke rollen die Bewohnerinnen und Bewohner des Regionalen Pflegezentrums in die Badener Innenstadt. Alex Spichale

Über die Hochbrücke rollen die Bewohnerinnen und Bewohner des Regionalen Pflegezentrums in die Badener Innenstadt. Alex Spichale

Das Regionale Pflegezentrum hat zum 12. Mal seinen Adventsbummel durchgeführt. 110 Bewohnerinnen und Bewohner sind mit ihren ebenso vielen Helferinnen und Helfern durch die Stadt gerollt.

Dick eingemummelt sitzen exakt 110 Bewohnerinnen und Bewohner des Regionalen Pflegezentrums Baden (RPB) in ihren Rollstühlen. Gemeinsam mit ihren 110 Helferinnen und Helfern warten sie auf den Startschuss des Adventbummels, der seit zwölf Jahren bei jedem Wind und Wetter durchgeführt wird.

«Heute haben wir Glück», sagt ein Helfer. Es sei zwar kalt, aber es regne nicht. Dann legt die Rollstuhl-Karawane gemächlich los und fährt über die Hochbrücke in Richtung Badstrasse. Einige von ihnen haben keinen Adventsbummel verpasst, andere sind zum ersten Mal mit dabei oder sie wissen es nicht mehr.

Auf jeden Fall macht es Spass – wie es von allen Seiten zu hören ist – wären da nur nicht diese Pflastersteine auf der Hochbrücke und in der Weiten Gasse. Auch wenn sehr langsam gefahren wird, diese schütteln den Rollstuhlfahrer nicht nur durch, «das Rütteln verursachen teilweise auch Schmerzen, je nach dem, wie schlank eine Person ist», sagt eine Helferin. Deshalb weichen viele auf die Strasse aus, was – solange kein Bus kommt – ungefährlich ist.

Vor dem Modegeschäft Ledergeber wird gestoppt. Wie Doris Donada, Leiterin Bewohneranlässe und Freiwilligenarbeit, erklärt, erhält seit 12 Jahren jede Bewohnerin und jeder Bewohner dort ein Geschenk. Sei es ein Schal oder seien es Handschuhe, noch wärmer eingepackt als vor dem Start geht es weiter zum «Roten Turm», wo Sepp Schmid von «Form und Wohnen» mit heissen Getränken und Gebäcken auf die 220 Gäste wartet.

«Dieser Anlass wäre ohne unsere Helferinnen und Helfer nicht möglich», ist Donada dankbar. Bis alle einen Platz gefunden haben, dauert zwar eine Weile, doch damit alle noch in den Genuss der Weihnachtslichter kommen, findet die Rückreise sowieso erst im Dunkeln statt.

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