Baden/Wettingen
Eine Woche lang nur Fussball und Hockey spielen

Nachwuchssportler kamen diese Woche auf ihre Kosten: Während der FC Baden und das Team Limmattal ein Junioren-Fussballcamp im Stadion Esp durchführten, organisierte der Hockeyclub Rotweiss Wettingen ein polysportives Lager auf der Bernau.

BEAT HAGER, Alexander Wagner
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Impressionen vom Juniorencamp und dem polysportiven Lager
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Im polysportiven Lager gab es viel zu probieren.
Die jüngsten Fussballnarren trainieren hier.
Knirpse durften Lacrosse ausprobieren.

Impressionen vom Juniorencamp und dem polysportiven Lager

Beat Hager, Alexander Wagner

Sportlich ging es diese Woche zu und her im Stadion Esp in Baden-Dättwil, dort trainierten die jüngsten Fussballnarren im FC-Baden-Juniorencamp. Jeweils zwei Trainingseinheiten mit über 20 gut ausgebildeten Trainern standen auf dem Programm. Dabei erfreute sich das Camp an einer hohen Teilnehmerzahl: «Durften wir bei der Premiere vor sieben Jahren noch 43 Kinder begrüssen, sind es in diesem Jahr bereits 100 Teilnehmer und somit sind wir an der Kapazitätsgrenze angekommen» sagt Thomi Bräm, Projektleiter und Vereinspräsident. So erhielt das Camp 2013 vom schweizerischen Fussballverband das begehrte Qualitätslabel zugesprochen und ist heute nicht mehr wegzudenken. «Wir sind sehr stolz», sagt Bräm überglücklich.

Kaderspieler trainieren die Kids

Die fünf- bis dreizehnjährigen Teilnehmer wurden gleich von drei Kaderspielern aus dem 1.-Liga-Team trainiert: Raffaele Cardiello, Mileta Matovic und Adijan Keranovic. «Der Spass am Fussball steht an erster Stelle. Dazu ist die Ausbildung zentral und jedes Kind bekommt viele nützliche Tipps», sagt Bräm. Ein kurzer Theorieteil, unter anderem mit FC-Baden-1-Trainer Thomas Jent zur Spielvorbereitung, rundete die sportliche Ferienwoche gezielt ab. Natürlich fehlte auch nicht das beliebte Turnier, noch die polysportive Olympiade mit sieben Posten. Mit vielen Erinnerungen werden die Kinder heute am späten Nachmittag das Camp ausgerüstet mit je einem T-Shirt, einem Adidas- Euro-2016-Ball sowie einem Diplom verlassen.
So auch der 10-jährige Marc Studer aus Ennetbaden. Er nimmt in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal am Juniorencamp im Esp teil. «Hier geniesse ich eine coole Woche mit einem lässigen Trainerstab. Dieses Camp kann ich jedem empfehlen, der Fussball liebt», so der bekennende FC-Barcelona- und FC-Basel-Fan, welcher seit vier Jahren beim FC Baden spielt. Am Samstag heissts dann für die meisten Kinder, gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern, ab auf die Tribüne um das 1.-Liga-Spitzenspiel zwischen dem FC Baden und Grasshoppers Zürich 2 zu schauen.

Auf der Bernau gibt es Hockey

Zeitgleich fand auf der Bernau in dieser Woche ein polysportives Lager statt. Organisiert wurde das Ganze vom Hockeyclub Rotweiss Wettingen. Dabei hat die Bernau schon manche Höhepunkte erlebt: Seien es packende Europacupturniere oder rauschende Meisterfeiern. Aber diese Woche gaben die Jungen den Ton an – im wahrsten Sinne des Wortes. Rund 85 Kinder zwischen sechs und elf Jahren verbrachten ein polysportives Lager. Natürlich stand Landhockey im Mittelpunkt, so wurde an zwei Nachmittagen ein kleines Turnier veranstaltet. Aber auch andere Sportarten wurden intensiv ausprobiert.

Barbara Fischbach übernahm dieses Jahr die sportliche Leitung des Lagers und Sandra Anderle kümmerte sich um alle organisatorischen Belange. Dieses Powerduo hat erstmals auch Leichtathletik in das Programm integriert. Mit Andreas Weber von der LV Wettingen-Baden, früher selber ein erfolgreicher Zehnkämpfer, konnte ein ausgewiesener Fachmann für das Lager gewonnen werden. Weber agiert heute selber als Trainer. In der Aue führte er auf spielerische Weise in die vielfältigen Disziplinen der Leichtathletik ein. Und vielleicht gibt es ja wieder mal einen König der Athleten aus der Region. Genauso konnten die Knirpse die schnellste Ballsportart der Welt ausprobieren: das Wild Lacrosse. Die Serienmeister aus Wettingen führten die Kinder in die nordamerikanische Sportart ein.

Daneben stand aber auch Minigolf, Fussball oder Touch Rugby auf dem abwechslungsreichen Programm. Und wer sich viel bewegt, hat auch einen gesunden Appetit. Die Kinder wurden von Barbara Wassmer liebevoll umsorgt und mit köstlichen, gesunden Mahlzeiten versorgt. «Heute hat es wieder so richtig Spass gemacht», sagte ein Knirps beim Anstehen freudestrahlend. Der Teller schien riesig in seinen kleinen Händchen und so ging bereits das Balancieren des Mittagessens zum Tisch als koordinative Übung durch. Für alle Beteiligten war das abwechslungsreiche Lager ein voller Erfolg. «Natürlich hoffen wir, dass vielleicht das eine oder andere Kind beim Landhockey hängen bleibt», gibt Barbara Fischbach unumwunden den schönen Hintergedanken zu. Als Abschluss der erlebnisreichen Woche, gingen die Kinder am Freitag mit der Jungwacht in den Wald, um neben den Kunstrasen auch noch die Natur zu erleben.