Baden
Eine würdige Weihnachtsfeier im Kantonsspital

Im Kantonsspital feierten Patientinnen und Patienten zusammen. Neben Gedichten kamen die Besucher in den Genuss weihnächtlicher Musik von Illa Küllig und ihrem Ensemble.

Martin Rupf
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Das Personalrestaurant des Kantonsspitals Baden hat sich in einen kleinen Festsaal verwandelt. Alles ist bereit für die traditionelle Patientenweihnacht. Einige Patientinnen und Patienten kommen zu Fuss, andere werden auf Rollstühlen in den Raum gestossen und ein Patient verfolgt die Feier gar vom Spitalbett aus.

Zur Feier eingeladen hat die Spital-Seelsorge unter der Leitung von Karin Klemm und Heiko Rüter. Rund 50 Patienten sind der Einladung gefolgt. «Es gibt auch Patienten, die gleich mit Ihrer Familie kommen», sagt Seelsorgerin Klemm. All jene, die nicht kommen können oder wollen, können die Feier live auf dem spitaleigenen TV-Programm mitverfolgen. «Einige Patienten kommen nicht, weil ihnen die Feier zu emotional ist», weiss Klemm.

Wegen «Joachim» im Spital

Neben Gedichten kommen die Besucher in den Genuss weihnächtlicher Musik von Illa Küllig und ihrem Ensemble. Karin Klemm spricht auch zu den Patienten: «Sie alle hier im Spital leisten Grosses, indem Sie so viel Geduld aufbringen und so viel Kraft beweisen.» Das ganze Leben lang lerne man, stark und kräftig zu sein. «An Weihnachten ist das anders; im Herzen ist niemand klein und schwach»; sagt Klemm.

Nach einer Stunde stimmen alle Anwesenden zum finalen «Stille Nacht, Heilige Nacht» an - Weihnachten ist angekommen im KSB.

Den Patientinnen und Patienten hat es gefallen. «Natürlich ist es nicht so gut, an Weihnachten im Spital sein zu müssen», sagt Emma Ernst aus Killwangen. Sie hoffe aber, am 24. Dezember wieder heimkehren zu können. Auch Hedy Klauenbösch aus Turgi fand grossen Gefallen an der Patientenweihnacht. Sie hatte vorsichtshalber Nastücher mitgebracht. «Weihnachten ist halt schon sehr emotional.»

Dieser Meinung ist auch Claire Rossit aus Baden. Wegen des Sturms «Joachim» sei sie im Spital. «Es hat mich beim Chrützliberg einfach umgeblasen. Dabei habe ich mir den rechten Schenkelhals und die Achsel gebrochen.» Dass sie Weihnachten im Spital sei, sei kein Problem: «Ich kann gut alleine sein. Auf die Feier habe ich mich jetzt aber trotzdem richtig gefreut.» Silvester werde sie wahrscheinlich im «Freihof» in Baden verbringen. Dorthin wird es auch Eugen Richiger aus Neuenhof verschlagen. «Ich musste mir die linke Hüfte operieren; leider liess sich kein anderer OP-Termin finden.»

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