Für einmal war die Kantonsschule Wettingen am Samstagmorgen genauso belebt, wie sonst unter der Woche: Für den Tag der offenen Tür der Kantonsschule hatten die ersten und zweiten Klassen der Kanti und der Fachmittelschule zwei Lektionen normalen Unterricht. Damit bekamen die zahlreich erschienenen Eltern der Schülerinnen und Schüler Einblick in den Schulalltag. Was bisher der Tag der Bildung war, wurde in diesem Jahr mit einem neuen Konzept durchgeführt.

Gespräche mit den Klassenlehrern

Neu ist, dass die Eltern der Erstklässler schon im September zu einem ersten Anlass eingeladen wurden. «Wir haben verschiedene Rückmeldungen bekommen, dass diese Eltern gerne früher einen Einblick in die neue Schule ihres Sohnes oder ihrer Tochter hätten», sagte Kurt Wiedemeier, der Rektor der Kantonsschule. «So konzentrierten wir das Programm für die Erstklässler-Eltern am Tag der offenen Tür auf die Gespräche mit den Klassenlehrern.»

Für die Mütter und Väter der Zweitklässler gab es am Samstag zwei Möglichkeiten: Die Eltern der Fachmittelschüler besuchten die Präsentation «FMS und danach?». Dort erklärte Prorektor Claudio Pegolo das «durchaus etwas komplizierte» System der Fachmatur. Die Eltern der Kantischüler wurden zeitgleich in Präsentationen über die Schwerpunktfächer informiert. Diese Präsentationen fanden in den vergangenen Jahren immer abends unter der Woche statt.

Zudem gab es früher eine ganze Besuchswoche. «Wir haben dieses Angebot auf einen Tag zusammengenommen», so Rektor Wiedemeier, «denn vielen Eltern war es unter der Woche nicht möglich, die Unterrichtsstunden ihrer Kinder zu besuchen.» Die Schulzimmer waren am Samstag bis auf den letzten Platz besetzt. In der Cafeteria trafen sich die Eltern, um über ihren Nachwuchs oder die Schule zu diskutieren und Anekdoten aus ihrer eigenen Schulzeit auszutauschen. Für musikalische Unterhaltung sorgte das Kanti-Orchester.