Baden-Rütihof

Einweihung im Schulhaus: Neues Leben aus gefällten Bäumen

Am Samstag wurde die neue «Kunst am Bau» auf dem Schulareal eingeweiht. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Vogelpfeifen aus Apfelbaumholz.

Den Auftakt zur Einweihung des künstlerischen Beitrags «Singvogel & Carpiniphon» auf dem Schulareal in Rütihof machte der Perkussionist Pit Gutmann. Mit zwei oder gar vier Schlagstöcken entlockte er den Klangstäben (Carpiniphon) Töne, mal dumpf, mal hell. Um alle Hölzer anschlagen zu können, musste Gutmann auch den einen oder anderen «Luftsprung» praktizieren.

Seit diesem Sommer zieren die drei Installationen aus Hainbuchenholz die Fassade bei den überdachten Eingangsbereichen der neuen Schulanlage. Die grossen Klangstäbe wurden mit einer eigens entwickelten Aufhängevorrichtung schwingend montiert, sodass sie sich wie die Stäbe eines grossen Xylofons anschlagen lassen. Den Gästen gefiel die kurze musikalische Einlage – und manch einer liess es sich nicht nehmen, eins der drei Carpiniphons selber auszuprobieren. Dies ist denn auch das Ziel, dass die Kinder dieses Instrument rege nutzen.

Feldlerche und Rotkehlchen

Nutzen sollen und dürfen die Schüler zudem die Vogel-Lockrufpfeifen, die wie die Feldlerche und das Rotkehlchen klingen. Einerseits sind die 1600 Exemplare dafür gedacht, im Schulunterricht zum Einsatz zu kommen. Andererseits soll jedes Kind beim Start in die Schule eine Feldlerche und beim Austritt ein Rotkehlchen erhalten. Während das Carpiniphon auf die Fassade zugeschnitten und fest mit ihr verbunden ist, werden die Lockrufpfeifen mit ihren neuen Besitzern zusammen irgendwann ausfliegen.

Sowohl die Pfeifen als auch die 62 Klangstäbe wurden aus dem Holz der Bäume kreiert, die dem Schulhaus-Neubau zum Opfer fielen. «Auf diese Weise wird dem gefällten Baumbestand ein Nachleben beschieden», sagt Lorenz Olivier Schmid, der mit seinem Projekt «Singvogel & Carpiniphon» den Zuschlag für «Kunst am Bau» erhielt. Gut drei Jahre dauerte die Umsetzung dieses künstlerischen Beitrags, musste doch das Apfelbaumholz für die Pfeifen erst gut ein Jahr gelagert werden. Wer mochte, konnte nach dem Apéro noch auf einen Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten der Schule mit dem Architekten Stefan Häuselmann gehen.

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