Wettingen

Einwohnerräte fordern: Keine Parkgebühr für Behördengänge

Für eine kurze Zeit vor dem Wettinger Rathaus parkieren, soll in Zukunft gratis sein. Das fordern zwei Einwohnerräte.

Für eine kurze Zeit vor dem Wettinger Rathaus parkieren, soll in Zukunft gratis sein. Das fordern zwei Einwohnerräte.

Zwei Wettinger CVP-Einwohnerräte fordern in einer Motion, dass das Parkieren vor dem Rathaus für kurze Aufenthalte gratis wird.

Wer in Wettingen ins Rathaus muss, dies mit dem Auto tut und zu den ordentlichen Öffnungszeiten vorfährt, bezahlt Parkgebühren. Eine Motion der Einwohnerräte Roland Michel und René Wyss (beide CVP) will dies ändern. Ihr Antrag: «Der Gemeinderat soll veranlassen, dass für Behördengänge das Parkieren bei den Parkplätzen vor dem Rathaus für maximal 30 Minuten kostenlos möglich ist.»

Wyss und Michel geht es in erster Linie um Folgendes: «Wer ins Rathaus muss, soll den Gang zu den Behörden nicht auch noch berappen müssen.» Denn trotz der digitalen Angebote der Gemeindeverwaltung sei es nicht immer möglich, den Behördengang zu vermeiden. Als Beispiele nennen sie das Einwerfen des Abstimmungscouverts, die Einsicht von Baugesuchen, das Abholen von Tageskarten, Fragen zu Steuern oder das Abholen von Dokumenten. Es sollte möglich sein, dass für solche Behördengänge keine Parkgebühren erhoben werden.

«Es ist okay, dass das Tägi gebührenpflichtig wird»

Die beiden CVP-Politiker argumentieren: «Die Mehrheit dieser Behördengänge erfolgt während der ordentlichen Öffnungszeiten und benötigt nur wenig Zeit auf der Verwaltung.» Viele Bürger nutzten zudem den Arbeitsweg, um noch rasch im Rathaus vorbeizugehen. Dadurch seien sie oft nicht zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs, sondern mit dem Auto. «Leider wird heute beim Rathaus Wettingen bereits ab der ersten Minute eine Parkgebühr erhoben», sagt Michel.

Dies sei nicht überall so. In vergleichbaren Gemeinden wie Mellingen oder Wohlen würden für solche Behördengänge in den ersten 15 bis 30 Minuten keine Gebühren erhoben. «Und da Behördengänge von Gesetzes wegen in der Wohngemeinde erfolgen müssen, gibt es auch keine Wahl, diese in einer anderen Gemeinde auszuführen.»

Mit dem Vorstoss soll eine faire und zeitgemässe Lösung für das Kurzparkieren für «vom Staat verlangte Behördengänge» ermöglicht werden. «Die dadurch entstehenden Mindereinnahmen sind für die Gemeinde definitiv ohne Steuererhöhung zu verkraften», so die Motionäre mit einem Schmunzeln. Auch sollen für die Gemeinde keine zusätzlichen Sachkosten entstehen noch wolle man das bestehende Parkgebühren-Model auf den Kopf stellen.

Dass etwa im Tägi neuerdings Gebühren erhoben werden sollen, findet Michel okay. «Ins Tägi geht man für Freizeitaktivitäten, das ist etwas anderes als der obligate Gang ins Rathaus.» Für längere Aufenthalte im Rathaus sowie den Besuch eines nahegelegenen Restaurants oder von Bekannten soll nach spätestens 30 Minuten das Parkieren kostenpflichtig sein.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1