Baden

Einwohnerrat bemängelt Dreck und Lärm: «Kurparkbesucher realisieren nicht, wie laut und störend Musik ist»

Trügerische Idylle: Im Kurpark habe sich eine Drogenszene mit Konsum und Handel eingenistet, sagt Einwohnerrat Mark Füllemann.

Trügerische Idylle: Im Kurpark habe sich eine Drogenszene mit Konsum und Handel eingenistet, sagt Einwohnerrat Mark Füllemann.

Der Badener Einwohnerrat Mark Füllemann (FDP) will mit einer Anfrage Klarheit rund um die Nutzung des Kurparks schaffen – und «Nebenwirkungen» mindern.

Ob ein Buch lesen, mit Freunden picknicken oder mit den Kindern spielen: Der Kurpark Baden ist bei jeder Altersgruppe beliebt und wird für viele Aktivitäten genutzt. Das führt aber auch dazu, dass mehr Abfall und Lärm erzeugt werden. Deshalb hat Einwohnerrat Mark Füllemann (FDP) beim Stadtrat eine Anfrage betreffend Sauberkeit und Sicherheit eingereicht.

Darin begründet er: «Seit Monaten haben sich diese Nebenwirkungen verstärkt und heute ein sehr negatives Mass angenommen.» Auf Anfrage sagt Füllemann, dass die Abfallsituation beispielsweise beim Spielplatz besonders prekär sei. Er ist selber Anwohner des Kurparks und will mit der Anfrage den Anliegen aller Stockwerkeigentümer Gehör verschaffen. «Der Boden des Spielplatzes ist am Morgen übersät von Zigarettenstummeln, auch sind Glasscherben vorzufinden. Das lädt zum einen nicht zum Spielen ein. Zum anderen ist es für Kinder gefährlich.»

Aber auch an anderen Orten liege in den Morgenstunden allerlei Abfall rum. «Erstens, weil ihn viele Parkbesucher einfach liegen lassen. Zweitens, weil es zu wenige Abfallkörbe gibt und davon zu kleine», ist Füllemann überzeugt. Drittens seien nur wenige Abfallkörbe krähensicher.

Neben Abfall sei auch der Lärm, der aus den mitgebrachten Lautsprechern dröhne, ein Problem. «Die Parkbesucher realisieren nicht, wie laut und störend die Musik ist», sagt er. Während sich das Casino an die Lärmauflagen halten würde, sei das bei vielen Parkbesuchern nicht der Fall. Nicht zuletzt würden ihm Nachbarn berichten, dass sich im Kurpark eine Drogenszene, mit Konsum und Handel, eingenistet habe. «Ob das nur Marihuana ist oder härtere Drogen sind, ist mir unbekannt», sagt Füllemann. Klar sei: «Jede Art von Drogenszene beeinträchtigt die Sicherheit schwer.»

Mit der Anfrage will Füllemann Klarheit rund um die Nutzung des Kurparks schaffen – in der Hoffnung, dass «die Nebenwirkungen» in Zukunft abnehmen. Unter anderem möchte er vom Stadtrat wissen, ob dieser die Absicht hat, mehr und grössere, krähensichere Abfalleimer aufstellen zu lassen. Ob es Möglichkeiten gibt, Kosten, die aufgrund von Littering im Kurpark verursacht werden, durch Gebühren oder Bussen zu kompensieren. Weiter will Füllemann wissen, ob ein partielles oder totales Rauchverbot möglich wäre und wie der Stadtrat gedenkt, die Lärmbelastung, die durch Aktivitäten ausgelöst werden, zu senken. Zum Schluss fragt er, wie der Stadtrat die heutige Drogenszene im Kurpark einschätzt und wie diese aufgelöst werden soll.

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Autorin

Carla Stampfli

Carla Stampfli

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