Wettingen

Einwohnerrat fordert politisches Mitspracherecht für Jugendliche

Jugendliche: Sie sollen mitreden können (Symbolbild)

Jugendliche: Sie sollen mitreden können (Symbolbild)

Eine Online-Befragung des Kantons zurJugendförderung zeigt, dass der Bereich politische Jugendpartizipation ausbaufähig ist. Die im Einwohnerrat eingereichte Interpellation von Patrick Neuenschwander soll nun Klarheit schaffen.

«Kinder und Jugendliche müssen zwingend Mitspracherecht erhalten, wenn es Beschlüsse gibt, die sie betreffen», so Patrick Neuenschwander. Das SP/WettiGrüen-Einwohnerratsmitglied deutet auf das fehlende politische Mitspracherecht der Kinder und Jugendliche in Wettingen hin.

Den Stein ins Rollen brachte die im Februar 2011 von der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) erschienene «Bestandesaufnahe von Angebotsstrukturen der Jugendarbeit und kommunalen Jugendförderung im Kanton Aargau». Zahlreiche Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter wurden eingeladen, an einer Online-Befragung zu den Themen Jugendförderung und politischen Beteiligungsmöglichkeiten teilzunehmen. Die Auswertungen zeigen, dass diese Bereiche ausbaufähig sind.

Forderung: Klarheit schaffen

Dieser Meinung ist auch Neuenschwander, weshalb er letzten November beim Einwohnerrat eine Interpellation einreichte. Bei einer Annahme soll der Gemeinderat Antworten zur Jugendförderung liefern. «In Wettingen besteht seit 1995 ein jugendpolitisches Leitbild.» Das sei mittlerweile aber veraltet und müsse konkretisiert werden. Mit Fragen nach Einsatzmöglichkeiten minderjähriger Jugendlicher in der Jugendkommission oder nach geplantem Verbesserungspotenzial bittet Neuenschwander um Klarheit. Es gebe gute Ansätze im Bereich Jugendförderung, sagt er. Der Ideentopf sei ein Teil davon.

Geld und Material sparen

Gemeinden, die Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich an betreffenden Fragen zu beteiligen, würden doppelt profitieren, ist Neuenschwander überzeugt. «Ein gutes Beispiel ist die Gestaltung eines Pausenplatzes. Viel Geld und unnötiges Material könnten gespart werden, wenn Jugendliche in die Gespräche über Entstehung solcher Projekte einbezogen werden.» Nur die Betroffenen könnten entscheiden, was sie brauchen.

Mit der eingereichten Interpellation erhofft sich Neuenschwander Klarheit: «Wenn die Interpellation vom Einwohnerrat nicht angenommen wird und somit die Fragen vom Gemeinderat nicht beantwortet werden können, ist ein Postulat oder eine Motion denkbar.»

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