Obersiggenthal
Einwohnerrat lehnt Einzonung des Gebietes Ried ab

Obersiggenthals Einwohnerrat hat die Einzonung des Gebietes Ried in eine Wohnzone abgelehnt. Im September hatte sich der Grosse Rat bereits gegen die Einzonung des Gebietes Loo ausgesprochen.

Pirmin Kramer
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«Wir möchten ein qualitatives Wachstum fördern», sagte der Obersiggenthaler Gemeindeammann Max Läng. Die Einzonung des Gebietes Ried hat der Einwohnerrat nun aber abgelehnt.

«Wir möchten ein qualitatives Wachstum fördern», sagte der Obersiggenthaler Gemeindeammann Max Läng. Die Einzonung des Gebietes Ried hat der Einwohnerrat nun aber abgelehnt.

Aargauer Zeitung

Der Gemeinderat wollte nur in geringem Masse neue Wohnzonen schaffen: Geplant sei nur die Einzonung von rund 3 Hektaren, obwohl der Zusatzbedarf an Siedlungsfläche in Obersiggenthal bis ins Jahr 2027 rund 8 Hektaren betragen würde, sagte Gemeindeammann Max Läng vor einem Monat.

Einen ersten Dämpfer hatte den gemeinderätlichen Plänen im September der Grosse Rat verpasst, als er sich gegen die Einzonung des Gebietes Loo aussprach. Am späten Donnerstagabend lehnte der Einwohnerrat die Einzonung des Gebietes Ried ab. Eine Allianz der SVP und der SP/Grünen hatte dieses Resultat möglich gemacht - beide hatten den Antrag gestellt, auf die Einzonung des Gebiets sei zu verzichten. Als Gründe dafür wurde einerseits die heikle Verkehrssituation genannt, andererseits würde durch die Einzonung die räumliche Abgrenzung der Obersiggenthaler Ortsteile aufgehoben, was dem Leitbild der Gemeinde widerspreche.

Lange diskutiert wurde zudem die Frage, ob der Mehrwertausgleich neu in die Bau- und Nutzungsordnung aufgenommen werden soll. Die Idee: Gewinnt Land bei der Neueinzonung in Bauland an Wert, sollen die Eigentümer den Mehrwert teilweise an die Gemeinde abgeben müssen. Vertreter der SVP hatten argumentiert, dies komme einer Neidsteuer gleich, auch von einer Vorstufe der Enteignung war die Rede. Der Rat lehnte den Antrag der SVP aber ab, auf den Mehrwertausgleich sei gänzlich zu verzichten.

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