Wettingen

Einwohnerrat Wassmer fordert Einführung von E-Rechnungen: «Das spart Zeit, Papier und Geld»

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Einwohnerrat Christian Wassmer (CVP) fordert, dass der Gemeinderat die Einführung von elektronischen Rechnungen prüft. Die Vorteile seien vielfältig.

Was in Oberrohrdorf seit Kurzem möglich ist, soll auch in Wettingen künftig ermöglicht werden: das Bezahlen von Gebühren mittels elektronischer Rechnungen. CVP-Einwohnerrat Christian Wassmer hat diesbezüglich ein Postulat eingereicht, das der Gemeinderat entgegennehmen will. Konkret fordert Wassmer, dass der Gemeinderat die Einführung von E-Rechnungen prüfen und davon Bericht erstatten soll.

«Die Gemeinde Wettingen steht in Bezug auf E-Rechnungen bisher abseits. Es ist gegenwärtig nicht möglich, die Rechnungen der Gemeinde elektronisch im E-Banking zu erhalten», schreibt Wassmer in seinem Vorstoss. Viele Firmen und Behörden würden heutzutage für ihre Rechnungen die Option der E-Rechnungen ermöglichen. «Auch das Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen EWW hat vor kurzem die E-Rechnung eingeführt.» Die Vorteile elektronischer Rechnungen seien vielfältig. So könnten Bürgerinnen und Bürger beispielsweise mit wenigen Klicks die Rechnung bezahlen, ohne die Referenznummer abzutippen – und das mit Zugriff von überall. Doch nicht nur für die Bevölkerung würde der Aufwand verringert, sondern auch für die Verwaltung: «Durch den papierlosen Austausch können die Rechnungen effizienter verarbeitet und einfacher ins Buchhaltungssystem übernommen werden.»

Papierrechnung weiterhin möglich

Wassmer sieht insbesondere die Einführung der E-Rechnung für Lieferanten der Gemeinde zwingend. Dabei erwähnt er in seinem Vorstoss das Beispiel des Bundes, der Anfang 2016 seine Lieferanten zur Einreichung einer elektronischen Rechnung verpflichtet hatte. «Seither liegt der Anteil an E-Rechnungen bei rund 60 Prozent.» Für Bürger soll hingegen weiterhin die Option gelten, dass sie ihre Rechnungen via Papier begleichen können. «Das kann natürlich einen kleinen Unkostenbeitrag (Porto) für eine Papierrechnung zur Folge haben, so, wie es beispielsweise auch die Banken verlangen», sagt Wassmer und fügt an: «Wer Zusatzaufwand verursacht, soll auch die Kosten dafür tragen.» Für ihn ist klar, dass eine grosse Gemeinde wie Wettingen E-Rechnungen anbieten soll. «Damit kann Zeit, Papier und Geld gespart werden.»

Wie ein Blick in die Fraktionsberichte zeigt, wird die Entgegennahme des Postulats beispielsweise von SVP, GLP und EVP/Forum5430 begrüsst. Wobei Letztere jedoch Bedenken bezüglich Kosten hat. Konkret: «In der Umsetzung soll sichergestellt werden, dass niemand benachteiligt wird, die Papierrechnung also nicht mit einem Aufpreis belegt wird.»

Gemäss der Plattform www.e-rechnung.ch bieten über 1000 Unternehmen und öffentliche Verwaltungen E-Rechnungen an. Dazu gehören in der Region neben Oberrohrdorf beispielsweise auch Obersiggenthal, Spreitenbach, Würenlingen und Würenlos.

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