Umweltschutz
Eisbären kämpfen gegen Kohlekraftwerke

Mit einer aufsehenerregenden Aktion hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Mittwochmorgen gegen die Energiegesellschaft Repower demonstriert.

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azNetz

Ein grosses Transparent gegen Kohlekraftwerke hängt am Mittwochmorgen an der Badener Trafo-Fassade. Auf der Brüstung stehen zwei Greenpeace-Aktivisten im Eisenbärenkosten. Die Menschen, die ins Gebäude gehen, beachten sie kaum. Nur der Hauswart schüttelt verärgert den Kopf - er will das Transparent möglichst bald weg haben.

Geht es aber nach den Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace, so soll das Plakat den ganzen Tag hängen bleiben. Anlass ist der Elektrowirtschaft-Kongress «Naturmade Energie Arena» im Kultur- und Kongresszentrum Trafo - es geht dabei um ökologisch produzierte Energie.

Die Greenpeace-Aktivisten richten nicht gegen die Veranstaltung, sondern gegen einen der Hauptsponsoren: Die Graubündner Energiegesellschaft Repower. «Das Unternehmen will in Italien und Deutschland zwei neue Kohlekraftwerke realisieren», so Aktivist Peter Vogelsanger. Diese würden fast die Hälfte des jährlichen CO2-Ausstosses der Schweiz verursachen: «Gleichzeitig wirbt Repower massiv damit, dass ihnen der Umweltschutz besonders am Herzen liegt. Das ist doch heuchlerisch.» (som)