Nussbaumen
Emil Steinberger mit seinen Geschichten, die das Leben schreibt

Einen prominenten künstlerischen Besuch ermöglichte die Kulturszene Obersiggenthal. Sie holte Emil Steinberger mit einer kabarettistischen Lesung auf die Bühne der Aula Unterboden. Der Saal war bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Salomé Meier
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Emil, mit seiner unverkennbaren Mimik. Salomé Meier

Emil, mit seiner unverkennbaren Mimik. Salomé Meier

Der Kabarettist, Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Emil Steinberger kam mit humoristischen Geschichten im Gepäck und sorgte für ein einen mehr als unterhaltsamen Abend. Bis auf den letzten Platz ausverkauft war die Vorstellung «Drei Engel» in der Aula Unterboden. An volle Reihen ist sich der gebürtige Luzerner Emil Steinberger seit über vier Jahrzehnten gewohnt.

Was vor über 10 Jahren ursprünglich als Lesung begonnen hatte, veränderte sich immer mehr zum neuen Bühnenprogramm. Denn der mittlerweile 81-Jährige hat unzählige Geschichten im Gepäck, sodass er es gar nicht mehr übers Herz bringt, «nur» aus seinen Büchern «Wahre Lügengeschichten» und «Emil via New York» vorzulesen.

So lässt er humorvolle Geschichten einfliessen, die ihm widerfahren sind. Ob Erlebnisse auf Tourneen, Geschichten aus seiner Zeit in New York oder einfach aufgeschnappte Gespräche im Zug; «Gewisse Leute erzählen sich ja wirklich alles im Zug, sogar das Tiefste und Intimste. Wirklich alles! Na gut – es hört ja auch niemand zu», schmunzelt Emil und erzählt sogleich Gespräche, dessen Zeuge er geworden ist.

Emil Steinberger entpuppt sich als aufmerksamer Beobachter von Kuriositäten und skurriler Begegnungen. Im Alltag Geschichtensammler durch und durch, lässt er auf der Bühne seinen Schalk blitzen und die Pointen sprühen; da ist er Komiker und Schauspieler zugleich und belebt die Geschichten mit spielerischer Mimik und Gestik. Möglich gemacht hat die Lesung die Kulturszene Obersiggenthal.