Der Kredit von 16,1 Millionen Franken für die Aufstockung des Schulhauses Margeläcker sorgt für regen Gesprächsstoff. Behördenvertreter haben mit einer sachlichen Info-Veranstaltung versucht, noch offene Fragen zu klären.

Zentrum mit Vor- und Nachteilen

So haben sie in der Schulanlage Margeläcker über die geplante Aufstockung der drei Schulhäuser auf diesem Areal informiert. Am 9. Juni wird das Stimmvolk darüber befinden.

Die rund 60 Anwesenden, vorwiegend Anwohner des Schulhauses, füllten die Aula im Margeläcker aber bei Weitem nicht. Zu Reden gab vor allem die grössere Belastung wegen höheren Schülerzahlen.

Ein Votant fragte direkt: «Was würden Sie als Liegenschaftsbesitzer machen, wenn man gleich neben Ihrem Haus ein Schulhaus massiv erweitern würde?»

Urs Heimgartner, Leiter Planung und Bau, konterte, «dass man nicht nur von den Vorteilen des Zentrums profitieren kann. Ich habe mir auch mal überlegt aufs Land zu ziehen, habe dann aber erkannt, dass es hier eine gute Infrastruktur gibt, die halt auch Zuzüger anzieht.»

Umstritten waren auch die zukünftigen Schülerzahlen: Einige Votanten sprachen von fast 1000 Schülern, worauf Schulpflegerin Helen Suter widersprach: «Es wird ab 2014 zwar klar mehr Schüler geben, ab 2016 wird es sich aber um 600 Kinder einpendeln.»

Vor allem deshalb möchte man rechtzeitig neuen Schulraum zur Verfügung stellen können. Dass aber dereinst 1000 Schüler ins Margeläcker gehen werden, stellt Suter klar in Abrede: «Für so viele Kinder hat es gar nicht genügend Platz.»

Gemäss Schulraumplanung braucht es auch aus pädagogischen Gründen mehr Platz für Fachunterricht wie etwa Informatik oder Hauswirtschaft.

Keine Salamipolitik

Immer wieder kamen Fragen aus dem Publikum zum geplanten Neubau des Schulhauses Zehntenhof, ob der mit dem Projekt des Schulhauses Margeläcker verknüpft sei. Es kam gar der Vorwurf einer Salamipolitik auf. Die Behördenvertreter reagierten aber ruhig und sachlich, dass man stets transparent und rechtzeitig informiert habe.

SchulpflegerinHelen Suter erklärte zudem gegenüber der Aargauer Zeitung, dass der Neubau Zehntenhof und die Aufstockung des Margeläcker nicht miteinander verknüpft seien. «Wir brauchen aber auf jeden Fall mehr Schulraum wegen der steigenden Schülerzahlen», wiederholte Suter.