Elektronik-Industrie
Enics Schweiz streicht in Turgi erneut 40 Stellen – Angestellte fordern Hilfe

Die auf dem Gebiet der Industrie-Elektronik und Medizinaltechnik tätige Firma Enics Schweiz mit Sitz in Turgi will in den kommenden Monaten 40 Stellen streichen. Das Aargauer Unternehmen hatte schon früher Arbeitsplätze abgebaut und Kurzarbeit beantragt.

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Der Abbau von maximal 40 Stellen soll bis April 2017 erfolgen. Betroffen sind Angestellte in den Bereichen Administration, Technik und Support. (Archivbild)

Der Abbau von maximal 40 Stellen soll bis April 2017 erfolgen. Betroffen sind Angestellte in den Bereichen Administration, Technik und Support. (Archivbild)

Keystone

In ihrer Mitteilung spricht das Elektronik-Unternehmen davon, mit dem Stellenabbau «die Wettbewerbsfähigkeit mit schlankeren und flexibleren Strukturen kurz- und langfristig zu sichern».

Das wirtschaftliche Umfeld in der Schweiz habe sich in den vergangenen 18 Monaten zunehmend verschärft, weshalb die Enics Schweiz AG Einbussen bei der Profitabilität und der Wettbewerbsfähigkeit habe verzeichnen müssen.

Der Abbau von maximal 40 Stellen soll bis April 2017 erfolgen. Betroffen sind Angestellte in den Bereichen Administration, Technik und Support.

Verband fordert Sozialplan und Hilfe bei Stellensuche

Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit Sitz in Turgi Massnahmen zur Rationalisierung ergreift. Nachdem die Geschäftsleitung 2013 Kurzarbeit beantragt hatte, folgte 2014 ein Stellenabbau. Dies schreibt der Verband «Angestellte Schweiz» in einer Mitteilung. Der Verband setzt sich sozialpartnerschaftlich, konstruktiv und zuverlässig für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und sichere Arbeitsplätze ein.

Leider sei es dem Management der Enics Schweiz AG bislang nicht gelungen, das Geschäft und die Mitarbeiterzahl zu stabilisieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Verband fordert die Geschäftsleitung auf, die dennoch von einer Kündigung Betroffenen bei der Suche nach einer neuen Stelle tatkräftig zu unterstützen. Weiter soll das Unternehmen Hand bieten bei der Aushandlung eines substanziellen Sozialplans, der unter anderem Weiterbildungsmassnahmen beinhalten soll.