Familiendrama Spreitenbach

Enkel starb an Schuss- und Stichverletzungen – Forensiker Sachs: «Es ist sehr ungewöhnlich»

Spreitenbacher Enkel starb an Stich-, Schnitt- und Schussverletzungen

Spreitenbacher Enkel starb an Stich-, Schnitt- und Schussverletzungen

Die Wunden zeigen deutlich, wie brutal der 77-Jährige letzten Freitag seinen Stiefenkel getötet hat. Seine Frau hat er erschossen.

Die Obduktion der drei toten Personen aus Spreitenbach hat ergeben, dass der 77-jährige Mann seine Frau und seinen Enkel umgebracht hat. Für Gerichtspsychiater Josef Sachs handelt es sich um einen ungewöhnlichen Fall.

Mit einem Küchenmesser hat der 77-jährige Mann aus Spreitenbach auf seinen vierjährigen Enkel eingestochen und mit einem Revolver auf ihn geschossen. Nachbarin Manuela Hirschi, die Täter und Opfer kannte, ist schockiert: «Ich kann es mir nicht erklären, warum er so ausgetickt ist und den Kleinen so zugerichtet hat», sagt sie gegenüber «Tele M1».

Auch seine Ehefrau bringt der 77-Jährige mit mehreren Schüssen um. Im Gegensatz zu seinem Enkel weist sie allerdings keine Stichverletzungen auf. Warum der Täter ausgerechnet das Kleinkind so brutal umgebracht hat, ist auch für Forensiker Josef Sachs schwer verständlich: «Es ist sehr ungewöhnlich. Es muss eine Situation bestanden haben, über die man noch sehr viel herausfinden muss», so Sachs. 

Unklar ist auch, wie der Täter selbst ums Leben kam. Äussere und innere Verletzungen konnte das Institut für Rechtsmedizin keine feststellen. Laut Staatsanwaltschaft laufen derzeit toxikologische und andere Untersuchungen. Hat sich der Mann mit Medikamenten das Leben genommen? Auch das wäre für Sachs ungewöhnlich: «Dass noch andere Methoden in diesem Zusammenhang angewendet werden, habe ich so noch nie gesehen.»

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