Regionalstadt Baden
Ennetbaden beschliesst Abbruch der Fusionsgespräche

Mit 125 zu 20 Stimmen wurde an der Gemeindeversammlung entschieden, das Thema eines Zusammenschlusses mit Baden und umliegenden Gemeinden auf Eis zu legen.

Pirmin Kramer
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Baden (vorne) und Ennetbaden bleiben vorerst eigenständige Gemeinden. Archiv/PKR

Baden (vorne) und Ennetbaden bleiben vorerst eigenständige Gemeinden. Archiv/PKR

Pirmin Kramer

Die Gemeinde Ennetbaden wird vorerst eigenständig bleiben und keine Fusionsgespräche mit umliegenden Ortschaften führen: Diesen Beschluss fassten die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend. Sie hiessen den entsprechenden Antrag des Gemeinderates zur Sistierung der Zusammenschlussgespräche deutlich mit 120 zu 20 Stimmen gut.

Zwei Ennetbadener Stimmbürger plädierten vor der Abstimmung dafür, die Verhandlungen insbesondere mit der Stadt Baden fortzusetzen. "Wegen ein paar politischen Wogen in Baden den Prozess jetzt wieder zu stoppen, wäre der falsche Weg und zu kurzfristig gedacht", sagte ein Stimmberechtigter.

Gemeindeammann Pius Graf (SP) erklärte, nicht nur die politische Situation in Baden spreche für eine Sistierung. Ein blosser Zusammenschluss mit der Stadt Baden - sie hatte als einzige umliegende Gemeinde Interesse an einer Fusion kundgetan - führe nicht zur angestrebten Stärkung der Region. Graf betonte, ein Zusammenschluss sei in Zukunft nicht ausgeschlossen; zumindest bis 2017 werde man diesbezüglich aber keine Anstrengungen mehr unternehmen.

Vor einem Jahr erst war der Gemeinderat an selber Stelle beauftragt worden, noch in der laufenden Legislatur einen Kreditantrag vorzulegen. Dieser sollte zur Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für einen Zusammenschluss mit der Stadt Baden oder allenfalls auch anderen Gemeinden dienen.

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