Ennetbaden
Die Spitaltrotte hat einen neuen Fasskeller

Die Badener Ortsbürger haben investiert: An den Trottentagen im September kann der Bau besichtigt werden.

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Jürg Wetzel im neuen unterirdischen Fasskeller der Trotte.

Jürg Wetzel im neuen unterirdischen Fasskeller der Trotte.

pkr/ Badener Tagblatt

Seit dem Mittelalter betreibt die Ortsbürgergemeinde Baden in Ennetbaden die Spitaltrotte. Damals wurde für das erste Bürgerspital am heutigen Kirchplatz in Baden Wein hergestellt, zur Verköstigung der Patientinnen und Patienten. Ihnen wurde zwei Liter Wein täglich zugestanden, anstelle des damals eher ungeniessbaren Trinkwassers, wie es in einer Mitteilung der Reben- und Trottenkommission heisst.

In den vergangenen Monaten ist der unterirdische Fasskeller in einem 2,5-Millionen-Bauprojekt ausgebaut und für die Zukunft fit gemacht worden. Auf die beim Bau traditionelle Aufrichte wie auch auf eine Eröffnungsfeier musste coronabedingt verzichtet werden. Still und leise wurde daher der umfangreiche Ausbau des Spitaltrotten-Kellers Ende letzten Jahres von den Familien Wetzel in Betrieb genommen. An den diesjährigen Trottentagen, die vom Freitag bis Sonntag, 10. September bis 12. September, stattfinden, können Besucher nicht nur Weine degustieren, sondern auch den Erweiterungsanbau besichtigen. In der Trotte werden vom Kellermeister Jürg Wetzel und seinen Söhnen nicht nur die Weine des eigenen Weinguts, sondern auch jene der Wetzelbrüder Michael und Martin, des Badener Stadtweines sowie vielen weiteren Keltereikunden der Region gekeltert. Der Barriqueausbau geschieht in Fässern aus einheimischer Eiche, hergestellt unter anderem auch vom Küfer Stephan Wetzel, Sohn von Jürg Wetzel.

Auch beim Weingut Goldwand ist der Generationenwechsel im Gang. Roman, der Sohn von Michael Wetzel, hat eben die Winzerausbildung abgeschlossen und Silvan, Sohn vom Wetzel-Weingut aus Würenlos, steigt in den elterlichen Betrieb ein. (pkr)

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