Studienauftrag

Ennetbaden soll schöner werden: Wird jetzt das Tunnelportal überbaut?

So sah das Areal ein Jahr nach der Eröffnung der Umfahrung im Jahr 2007 aus: Das hellrote Haus in der Bildmitte ist mittlerweile abgebrochen, dem beigen Haus dahinter steht der Abriss noch bevor.

So sah das Areal ein Jahr nach der Eröffnung der Umfahrung im Jahr 2007 aus: Das hellrote Haus in der Bildmitte ist mittlerweile abgebrochen, dem beigen Haus dahinter steht der Abriss noch bevor.

Die Gemeinde plant zusammen mit privaten Eigentümern eine neue Überbauung am Tor zum Ortskern.

Ennetbaden könnte bald noch ein Stück schöner werden. Nach der Sanierung der Badstrasse und des Bäderquartiers soll nun auch der südliche Eingang zum Ortskern aufgewertet werden. An der Abzweigung der Sonnenbergstrasse zur Badstrasse wurde schon vor einiger Zeit ein altes, zweistöckiges Haus abgebrochen. Das Grundstück gehört der Einwohnergemeinde. Das etwas grössere Nachbarhaus an der Sonnenbergstrasse 7 ist im Privatbesitz und soll ebenfalls abgebrochen werden.

Die Gemeinde hat nun zusammen mit den privaten Eigentümern einen Studienauftrag ausgeschrieben, um das Areal neu zu überbauen, wo die beiden Häuser standen. Auffallend dabei: Auch ein Teil des Portals zum Ennetbadener Umfahrungstunnel ist im Planungsperimeter eingezeichnet.

«Das Areal liegt an einer sehr exponierten Lage am Eingang des Ennetbadener Dorfkerns», sagt Bauverwalter Andreas Müller. Man wolle die beste Lösung für einen Neubau finden und gleichzeitig prüfen, ob die Tunneldecke ebenfalls neu bebaut werden könnte. Bis jetzt ist die Einfahrt von einer Magerwiese überdeckt. Im Studienauftrag heisst es: «Mit einem städtebaulich markanten Eckgebäude soll der Eingang zum Kern Ennetbaden ausgezeichnet werden.» Vorgesehen sei eine Überbauung mit Kleinwohnungen sowie Flächen für Gewerbe und Dienstleistung im Erdgeschoss.

Wohnungen für Jung und Alt

Die Wohnungen sollen laut Auftrag für Menschen jeglichen Alters nutzbar und behindertengerecht sein sowie zu tiefen Mietpreisen vermietet werden können. Die Tunneldecke ist im Eigentum des Kantons, die Gemeinde Ennetbaden hat allerdings ein Überbaurecht. Die Tunneleinfahrt soll aber nur dann überbaut werden, «wenn sich eine ortsbaulich und organisatorisch einwandfreie Situation ergibt», wie es im Auftrag heisst.

In einem ersten Schritt wählt die Jury fünf Architekturbüros aus, die dann am eigentlichen Studienauftrag teilnehmen. Nach einer Zwischenbesprechung in der Halbzeit des Wettbewerbs sollen die eingereichten Projektstudien angepasst und fertiggestellt werden. «Wir wollen die Planung eng begleiten», sagt Andreas Müller.

Die Gemeinde sei aber offen, das Projekt nach der Baubewilligung an einen Investor zu übergeben. Daneben hat die Gemeinde weitere Pläne: Oberhalb der Sonnenbergstrasse liegt das Areal Grendeltor. Es ist auch zum grössten Teil im Besitz der Gemeinde Ennetbaden, die hier ebenfalls eine Neubebauung vorsieht. Dafür liegen aber noch keine konkreten Pläne vor.

Wettbewerb auch fürs Schulhaus

Ein weiteres Wettbewerbsverfahren läuft derzeit für den Ersatzneubau und die Erweiterung des Schulhauses 1964 in Ennetbaden. Bis Mitte März werden zehn Teams aus Architektur- und Landschaftsarchitekten ausgewählt, die dann an einem Wettbewerb teilnehmen. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Gemeindeversammlung im Sommer 2019 der Baukredit vorgelegt werden, sodass Ennetbaden voraussichtlich 2020 mit dem Schulhausneubau beginnen könnte.

Die Stadt Baden und die Gemeinde Ennetbaden hatten schon 2008 einen Wettbewerb zur Aufwertung des Ennetbadener Zentrums und der Badener Bäderstrasse durchgeführt. Die neue Bau- und Nutzungsordnung für Ennetbaden wurde zudem im letzten November von der Gemeindeversammlung gutgeheissen. Die Inkraftsetzung durch den Kanton steht noch aus.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1