Ennetbaden
Ennetbaden weiht bei Dorffest Schulhaus Grendel ein

Die Gemeinde hat an ihrem Dorffest das neue Schulhaus Grendel und die Tagesstrukturen eingeweiht. Die Gemeinde zeigt sich stolz.

Lukas Bertschi
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Die Kinder stehen mit schwarzen und gelben Ballonen, den Farben des Ennetbadener Wappens, für die Schlüsselübergabe Spalier. lbe

Die Kinder stehen mit schwarzen und gelben Ballonen, den Farben des Ennetbadener Wappens, für die Schlüsselübergabe Spalier. lbe

Aargauer Zeitung

Es ist ein «Campus» entstanden, wo alle Kinder, vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse, in die Schule gehen können. Das war der Anlass zu einem grossen, dreitägigen Dorffest in Ennetbaden, bei dem das neue Schulhaus und die Tagesstrukturen eingeweiht wurden.

Ein Jahrhundert-Ereignis

«Für eine kleine Gemeinde wie Ennetbaden ist eine Schulhauseinweihung ein Jahrhundert-Ereignis», begrüsste Gemeindeammann Pius Graf (SP) die zahlreichen Besucherinnen und Besucher an der Einweihungsfeier. Darunter befanden sich auch viele offizielle Gäste, auch aus den Nachbargemeinden.

An Tagesstrukturen hätte man vor fünfzig Jahren noch nicht einmal im Traum gedacht. Nationalrätin und Ständeratskandidaten Pascal Bruderer aus der Nachbargemeinde Obersiggenthal zeigte sich erfreut: «Es ist ein Begegnungsraum geschaffen worden. Nicht nur für die Schüler, sondern für die ganze Gemeinde.»

Das Wappen in der Luft

Auch die Kinder, die eigentlichen Hauptdarsteller der Feier, leisteten ihren Beitrag zum Anlass. Mit Liedern unterhielten sie die Besucher und brachten sie mit einem originellen Rap zum Lachen. Zudem standen sie Spalier; mit schwarzen und gelben Ballonen, den Farben des Ennetbadener Wappens.

Nach den verschiedenen Ansprachen übergab ihnen Jan Stoos, vom Architekturbüro Stoos Architekten, das für den Bau verantwortlich zeichnete, symbolisch einen goldenen Schlüssel, den sie durch ihre Reihen reichten.

Als letzter Akt des offiziellen Teils wurden Dutzende von gelben und schwarzen Ballonen gleichzeitig in die Luft gelassen. Am Himmel bildeten sie zusammen das Ennetbadener Wappen, was entzückte Rufe bei den Kindern wie bei den Erwachsenen auslöste. Im Anschluss konnte man das neue Schulhaus und die Tagesstrukturen von innen besichtigen.

Elektrische Wandtafeln

«Märchenschloss» oder «Trutzburg» sind Ausdrücke für das neue Gebäude, die Stoos gefallen. Zudem: «Das Schulhaus hat den Umfahrungstunnel ein wenig mit der Dorfstruktur versöhnt», so der Architekt. Neben Minergie-Eco-Label ist das Gebäude auch sonst modern. Es gab Computer-Flachbildschirme und elektrische Wandtafeln zu bestaunen. Kinder zeigten den Erwachsenen, wie man mit einer Berührung mit dem Stift Sterne und Dreiecke in beliebiger Grösse entstehen lassen kann.

Manche Besucher erinnerten sich angesichts der heutigen Standards an ihre eigene Schulzeit. « Bei uns gab es noch Tintenfässchen in den Schulbänken», erzählte ein älterer Herr. Das neue Schulhaus beeindruckte die Ennetbadener sichtlich. «Du hast aber Glück, dass du in ein so schönes Schulhaus gehen darfst», sagte eine Mutter zu ihrem Kind.

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