Ennetbaden
Ennetbader Gemeinderat prüft Fusion mit Baden

Eine Studie zeigt: Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung in Ennetbaden befürwortet einen Zusammenschluss mit Baden. 52 Prozent haben sich für eine Fusion ausgesprochen.

Pirmin Kramer
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Ennetbaden (vorne) und Baden könnten eine Gemeinde werden. Az-Archiv/WAL

Ennetbaden (vorne) und Baden könnten eine Gemeinde werden. Az-Archiv/WAL

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Forschungsinstitut GfS Bern im Auftrag der Gemeinde Ennetbaden durchgeführt hat. 32 Prozent wären mit einem Zusammenschluss sehr einverstanden, 22 Prozent eher einverstanden.

Aufgrund dieses Ergebnisses prüft die Gemeinde Ennetbaden nun eine Fusion mit der Stadt Baden und allenfalls weiteren Gemeinden. «Wir fassen das Ergebnis der Studie als Auftrag auf, Abklärungen für einen Zusammenschluss durchzuführen», sagt Gemeindeammann Pius Graf.

Der Gemeinderat sprach sich an einer Infoveranstaltung weder für noch gegen eine Fusion aus. Doch Pius Graf präsentierte bereits einen möglichen Zeitplan. In den Jahren 2013 und 2014 sollen unter Einbezug der Bevölkerung vertiefte Abklärungen gemacht werden über Vor- und Nachteile sowie Bedingungen und Auflagen eines Zusammenschlusses. Ein erster Grundsatzentscheid soll an der Sommergmeind 2014 fallen. «Bevor es zu einer Fusion käme, hätten die Stimmbürger insgesamt dreimal die Gelegenheit, Ja oder Nein zu stimmen.» Ein Zusammenschluss komme frühestens auf den 1. Januar 2018 infrage, so Pius Graf.

40 Prozent gegen Fusion

Die Befragten, so die Studie, verstehen unter ihrer Wohngemeinde ein Konstrukt aus Ennetbaden und Baden. Der aktuell eingeschlagene Weg über Zweckverbände scheine sich aus Sicht der Einwohner zwar durchaus zu bewähren. «Die Ausnahme bezieht sich auf eine Fusion mit der Stadt Baden.» Gleichzeitig finde sich auf der Gegenseite eine keineswegs vernachlässigbare Gruppe von 40 Prozent mit gegenteiliger Ansicht. «Eine Fusion ist also keineswegs ein unumstrittener Automatismus.»

Weitere wichtige Ergebnisse der Studie: 62 Prozent der Befragten bezeichnen Ennetbaden als sehr attraktive oder attraktive Wohngemeinde. Zufrieden sind sie auch mit den Gemeindedienstleistungen. Während die Ennetbadenerinnen und Ennetbadener mehrheitlich zufrieden sind mit der Finanzsituation, erachten sie die Bereiche Raumplanung und insbesondere Verkehr als Herausforderung. «Die Gemüter zu erhitzen scheint insbesondere Sinn und Unsinn einer Sperrung der Schiefen Brücke», heisst es im Bericht. Gemeindeammann Pius Graf sagt dazu: «Die Sperrung der Schiefen Brücke wird beibehalten.» Es soll aber ein Konzept erarbeitet werden, das zeigt, welche Fahrzeuge zu welchen Zeiten die Schiefe Brücke befahren dürfen.