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Das Elektronik-Unternehmen Enics will 125 Arbeitsplätze ins Ausland verlagern – «Arbeit Aargau» ist bestürzt

Die Enics Schweiz AG hat am Dienstag ihre Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter zu einer Konsultation eingeladen, um wesentliche strukturelle Veränderungen zu erörtern. Mögliche Auswirkungen würden bis zu 125 Mitarbeiter am Produktionsstandort Turgi betreffen.

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BAD

(kob) Die Enics Schweiz AG will ihren Standort in Turgi schliessen und die Produktion ins Ausland verlagern. In einer Mitteilung heisst es:

«In den letzten Jahren haben die anhaltenden Marktentwicklungen den Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit der Enics Schweiz AG erhöht und erfordern daher signifikante Massnahmen am Standort Turgi.»

Die Enics AG mit Sitz in Zürich fertigt elektronische Komponenten für Industrie-Elektronik und Medizinaltechnik. Ein im Konsultationsverfahren anzusprechendes mögliches Szenario sei die Verlagerung eines Grossteils der Produktion vom Standort Turgi in andere weltweite Produktionsstandorte der Enics Group. Der Verband «Arbeit Aargau» zeigt sich «bestürzt über diesen Entscheid». Man stelle auf ein Neues fest, dass Produktionskapazitäten zerstört und der Industriestandort Aargau geschwächt werde, dies auf Kosten der Arbeitnehmenden.

Mit der Schliessung des Standortes in Turgi würden 125 Angestellte ihre Stelle verlieren und gleichzeitig 9 Ausbildungsplätze verloren gehen. «Arbeit Aargau» fordert in ihrem Schreiben die Enics Schweiz AG auf, auf die Schliessung zu verzichten.