Baden
Ente Bella geköpft: Strafuntersuchung gegen Jagdaufseher eingestellt

Die Strafuntersuchung im Fall der abgeschossenen Ente Bella ist abgeschlossen: Die Staatsanwaltschaft kommt zum Schluss, dass der Jagdaufseher, der abgedrückt hat, keinen Gesetzesverstoss begangen hat.

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Das Leben von Ente Bella ging im April 2016 jäh zu Ende: Ein Jagdaufseher meinte, das zahme Tier sei verletzt. Was er nicht erkannte: Die 15-jährige Pekingente litt unter einer Gleichgewichtsstörung. Er nahm Bella mit und köpfte sie.

Gegen den Mann wurde Klage erhoben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft entschieden, die Strafuntersuchung einzustellen. Die Tatbestände Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung seien nicht erfüllt. "Der Jagdaufseher war der vollen Überzeugung, dass es sich bei dieser Ente um ein wildes, verletztes Tier handelt", sagt Staatsanwaltschaftssprecherin Fiona Strebel zu "Tele M1".

Eine Sachbeschädigung sei nur strafbar, wenn sie vorsätzlich begangen werde – und ein Tier gelte im rechtlichen Sinn eben als eine Sache.

Die Einstellung der Strafuntersuchung ist rechtskräftig.

Die Besitzerin zeigte sich nach dem Todesfall bestürzt: «Ich bin wütend und ich will Gerechtigkeit für meine Ente.» (mwa)