Aargau
Entwarnung für Alstom-Angestellte: Arbeitsplätze in Baden bleiben erhalten

Als die Übernahme von Alstom durch den amerikanischen Grosskonzern General Electrics bekannt wurde, fürchtete man in Baden, dass die Arbeitsplätze am Standort Baden in Gefahr seien. Nun ist bekannt: Dem ist nicht so.

Drucken
Teilen
Für die Alstom-Mitarbeiter ist das Festhalten an den Standorten im Aargau eine frohe Kunde. (Archiv)

Für die Alstom-Mitarbeiter ist das Festhalten an den Standorten im Aargau eine frohe Kunde. (Archiv)

Keystone

Als im Juni vergangenen Jahres der Bieterkampf um die Übernahme des französischen Industriekonzerns zu Gunsten von General Electrics entschieden wurde, war an den drei Standorten im Aargau, Baden, Birr und Oberentfelden, die Angst gross, es könnte zum grossen Stellen-Transfer nach Frankreich kommen.

Zumindest für den Standort Baden gibt es nun definitiv Entwarnung: Kürzlich wurden die Mitarbeiter des Alstom-Energiegeschäfts informiert, dass auch die neue Konzernleitung unvermindert an Baden festhalten will, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Die Energiesparte wird künftig in fünf Teilbereiche gegliedert werden, von denen zwei den Hauptsitz in Baden haben werden. Konkret sind dies das Service- und das Dampfturbinengeschäft. Weiterhin bleibt Baden der grösste Standort für das Geschäft mit Kombikraftwerken.

Abgeschafft in ihrer heutigen Form wird die Sparte «Thermal Power». Was mit den 110 Mitarbeitern am Hauptsitz Baden geschehen wird, ist unklar, so die «SonntagsZeitung».

Gegenüber dem Sonntagsblatt sagt Jürg Baumgartner, Präsident der Personalvertretung der Alstom: «Der Standort Schweiz wurde aus meiner Sicht gestärkt.»

Aus seinen Kontakte mit der Geschäftsleitung der beiden Firmenzentralen gehe hervor, dass unter dem Strich etwa gleich viele Menschen von Alstom in der Schweiz beschäftigt würden, insgesamt etwa 6400.

Erleichtert zeigt sich auch Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann: «Es gibt keine Anzeichen, dass die Befürchtungen, die man vor einem Jahr hatte, eintreffen und es zu einem radikalen Abbau kommt.»

Für ein gewisses Restrisiko und Unsicherheit sorgt jedoch, dass General Electric und Alstom nicht sagen wollen, wie hoch der definitive Personalbestand an den drei Standorten sein wird.

Der Präsident der Angestelltenvereinigung, Andreas Vock, rechnet deshalb damit, dass es in gewissen Bereichen personelle Veränderungen geben wird. (rhe)

Aktuelle Nachrichten