Berglauf
Er läuft für sauberes Trinkwasser – «Baden ist ein idealer Ausgangspunkt für Trailrunning»

Christian Eckerlein läuft beim internationalen Berglauf «Swissalpine Irontrail» nicht nur für sich selbst.

Carla Stampfli
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«Baden ist ein idealer Ausgangspunkt für Trailrunning», sagt Christian Eckerlein. zvg

«Baden ist ein idealer Ausgangspunkt für Trailrunning», sagt Christian Eckerlein. zvg

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Der Badener Christian Eckerlein schnürt in seiner Freizeit gerne die Laufschuhe und nimmt regelmässig an Wettkämpfen teil. Dabei wurde dem 34-Jährigen klar, dass diverse Laufveranstaltungen auch die Möglichkeit bieten, die sportliche Aktivität mit einem sinnvollen Engagement zu verknüpfen. «Schon länger habe ich mir gesagt, dass ich dies auch machen möchte», sagt Eckerlein.

Gesagt, getan: Als einer von rund 20 Helvetas-Charity-Runnern wird er am Berglauf «Swissalpine Irontrail» teilnehmen, der vom 21. bis 29. Juli um Davos und St. Moritz stattfindet. Rund 2400 Athletinnen und Athleten aus dem In- und Ausland werden an der Startlinie stehen. Von den insgesamt zwölf Strecken hat sich Eckerlein den Berglauf über 29 Kilometer und 1700 Höhenmeter von St. Moritz nach Samedan ausgesucht. «Ich wollte schon immer einen längeren Berglauf absolvieren. Dass ich beim Laufen auch noch Geld für Projekte in Entwicklungsländern sammeln kann, freut mich umso mehr.»

Als Training auf den Pilatus

Christian Eckerlein hat dieses Frühjahr mit dem spezifischen Training für den «Swissalpine Irontrail» begonnen. «Ob auf die Lägern, die Baldegg oder auf den Heitersberg, Baden ist ein idealer Ausgangspunkt für Trailrunning», sagt Eckerlein, der als Sozialarbeiter bei der Schuldenberatung in Basel tätig ist. Die Laufeinheiten absolviert er je nach Arbeitsplan entweder frühmorgens, mittags oder am Abend. Die längeren Einheiten mit 20 Kilometern und mehr macht er am Wochenende, wobei die Strecke auch schon mal auf den Pilatus führt.

Es ist das vierte Mal, dass die Entwicklungsorganisation Helvetas mit dem «Swissalpine Irontrail» kooperiert: Mit einer eigenen Spendenaktion können Läuferinnen und Läufer Trinkwasser- und Schulprojekte unterstützen. «Während ich mich mit einwandfreien Trinkwasser erfrischen kann, bleibt dieser Zugang vielen Menschen verwehrt», sagt Eckerlein. Er finde es eine gute Sache, dass Helvetas mit betroffenen Menschen und lokalen Handwerkern in Entwicklungsländern Brunnen und Latrinen baue.

Bereits 1100 Franken gesammelt

Um Geld zu sammeln, hat Eckerlein auf der Plattform life-changer.ch seine eigene Spendenaktion gestartet. In weniger als einer Woche sind bereits 1100 Franken zusammengekommen – mehr, als der Hobbyläufer je gedacht hätte.

Da Eckerlein am «Swissalpine Irontrail» das erste Mal an einem längeren Bergrennen teilnehmen wird, hat er sich keine konkrete Zeit vorgenommen. «Ich möchte die 29 Kilometer einfach in einer guten körperlichen Verfassung zu Ende bringen», sagt der Badener und fügt mit einem Schmunzeln an: «Sollte ich im nächsten Jahr wieder teilnehmen, werde ich mir aber sicher eine Zielzeit setzen.»

Am meisten freut sich Christian Eckerlein auf das Laufen in der Bündner Landschaft und auf die Glücksgefühle nach dem Rennen, wie er sagt. «Das Wissen, dass ich laufend anderen Menschen Zugang zu sauberen Wasser ermöglichen kann, motiviert mich zusätzlich.» Vielleicht würde die Aktion auch andere dazu inspirieren, dies ebenfalls zu tun, fügt Eckerlein an. So, wie er selber von anderen Charity-Läufern zum Sammeln inspiriert wurde.