Romeo Moneta ist vermutlich der langjährigste Abonnent des «Badener Tagblatts». Seit 1934 wird ihm die Zeitung zugestellt. «Gelesen habe ich das ‹BT› sogar schon zuvor, meine Eltern waren ebenfalls Abonnenten. «Bis heute lese ich jede Ausgabe, wenn ich nicht gerade verreist bin.»

Moneta wurde 1914, also vor hundert Jahren, in Baden geboren. Sein ganzes Leben ist er der Stadt treu geblieben, hat stets hier gelebt, ausgenommen einige Auslandaufenthalte. Er wuchs erst beim Schulhausplatz auf, danach an der Badstrasse 9, gegenüber der heutigen UBS. Seine Eltern gründeten 1922 das Lebensmittelgeschäft «Moneta AG», in dem vor allem Gemüse und Früchte verkauft wurden. «Als Geschäftsleute lasen sie selbstverständlich das ‹Badener Tagblatt›. Nachdem ich den Laden übernommen hatte, machte ich in der Zeitung regelmässig mit Inseraten Werbung für unsere frischen Waren.»

Der gelernte Kaufmann baute in den kommenden Jahrzehnten drei weitere Filialen in Baden und Wettingen auf. «Der tägliche Blick auf die Wirtschaftsseiten war für mich als Ladenbesitzer Pflicht.» Auch Sport-Artikel las der Fan des FC Baden gerne, stets habe er sich auch für das politische Geschehen in seiner Heimatstadt interessiert.

Heute leben Romeo Moneta und seine Frau am Mühlbergweg unterhalb des Schlosses Schartenfels. Jeden Morgen lesen sie in der stilvoll eingerichteten Stube das «Badener Tagblatt». Seine Frau Heidi sagt: «Die Zeitung zu lesen ist das Erste, was wir tun, nachdem wir aufgestanden sind.»

Die Monetas hatten grosse Freude an der Wiederauferstehung des «Badener Tagblatts» vor wenigen Wochen. Romeo Moneta sagt: «Die ‹Aargauer Zeitung› haben wir auch immer gelesen, nur ist es ehrlich gesagt so, dass mich der Aargau wenig interessiert und die Stadt Aarau überhaupt nicht.»

Wo hat das «BT» noch Verbesserungspotenzial? «Es stehen sehr viele Berichte in der Zeitung, fast zu viele, ich komme nicht dazu, sie alle zu lesen. Früher war die Zeitung weniger ausführlich.» Ausserdem fehlt ihm eine bessere Übersicht über die Geld- und Kapitalmärkte, wie es sie in der «Neuen Zürcher Zeitung» gibt. Er würde sich wünschen, dass eine solche Übersicht bald auch im «BT» gedruckt wird. Denn auf eine Erneuerung des Abonnements der «NZZ», die er ebenfalls jahrzehntelang gelesen hat, wird er verzichten. «Ich kann nicht alles lesen, und mit dem ‹BT› sind wir bereits gut informiert.»