Würenlos

Er wollte alles, nur nicht putzen – nun macht seine Firma alles rund ums Haus

Sandro Federer: Zu seinen Kunden gehören Private genauso wie kleinere und grössere Unternehmen.

Sandro Federer: Zu seinen Kunden gehören Private genauso wie kleinere und grössere Unternehmen.

Anfang Mai hat die Sandro Federer Gebäudeunterhalt GmbH in Würenlos ihr 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Was als Einmann-Betrieb startete, hat sich zum Kleinunternehmen mit sechs Beschäftigten gemausert.

«Als Kind habe ich meinen Eltern beim Putzen geholfen», sagt Sandro Federer. Allerdings nicht zu Hause, sondern in den beiden Schulhäusern, in denen die Eltern als Abwarte tätig waren. So konnte sich Sandro Federer sein Sackgeld aufbessern.

Dass er später mit seiner Gebäudeunterhaltsfirma sozusagen in die Fussstapfen seiner Eltern treten würde, das hätte er sich nie vorstellen können. «Ich wollte alles, nur nicht putzen», erinnert er sich. So lernte er denn erst Maurer und besuchte die Polierschule. Später meldete er sich für die Polizeiprüfung an, verfolgte dieses Ziel jedoch nicht weiter.

Dann las er einen Artikel, der seine berufliche Laufbahn schlagartig veränderte. In Deutschland gäbe es einen Reinigungsservice, der von leicht bekleideten Frauen ausgeführt werde, stand da zu lesen.

Sandro Federers Interesse war geweckt, seine erste Geschäftsidee geboren. «Diese Erotikreinigung schlug ein wie eine Bombe, meine Damen waren sehr gefragt», sagt er lachend. «Doch von langer Dauer war dies nicht. Näher braucht man wohl nicht darauf einzugehen», meint er augenzwinkernd.

Nach diesem geschäftlichen Abenteuer in ein spezielles Nischenprodukt widmete er sich künftig den effektiven Dienstleistungen in und ums Haus. Erst als Einzelfirma, seit zwölf Jahren als KMU mit drei Voll- und drei Teilzeitangestellten.

Zu seinen Kunden gehören Private genauso wie kleinere und grössere Unternehmen. Im Haus werden sämtliche Dienstleistungen angeboten, vom wöchentlichen «Kehr» übers Fensterputzen bis hin zum grossen Frühlingsputz.

Es gäbe einige, meist ältere Kunden, die sich richtig freuen würden, das «Ameisli»-Team, wie die Firma auch genannt wird, zu sehen. «Wir werden dann zum Kaffee eingeladen, denn Zeit für einige Worte zu haben gehört dazu», sagt Sandro Federer.

Zum Angebot «ums Haus herum» gehören Rasenmähen oder Sträucher- und Bäumeschneiden. «Zwei Landschaftsgärtner sind bei mir beschäftigt, die sich der Umgebung annehmen. Die anderen Mitarbeitenden, darunter auch meine Frau Kristina, kümmern sich um die Hausreinigungen.»

Künftig wird seine Ehefrau etwas kürzertreten. «Am 10. April kam unsere Tochter Shayla zur Welt, ein richtiger Sonnenschein», sagt der stolze Papa. Und wer weiss, vielleicht wird Shayla eines Tages in die Fussstapfen ihrer Eltern treten, ganz nach dem Motto «Ich wollte alles, nur nicht putzen».

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