Spreitenbach
Erfolgreiches Recycling-Paradies: Karin Bertschi expandiert ins Limmattal

Das Baugesuch für das 6,5-Millionen-Projekt an der Industriestrasse liegt auf. Das Unternehmen betreibt bereits in Reinach und in Hunzenschwil Recycling-Paradiese.

Urs Helbling
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Karin Bertschi
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Karin Bertschi will in Spreitenbach zwei Hallen für ein neues Recycling-Paradies.
Bertschi leitet das «Recycling-Paradies» mit den beiden bisherigen Standorten in Hunzenschwil und Reinach AG – und dies offenbar erfolgreich.
Karin Bertschi erzielte bei den Aargauer Grossratswahlen im Oktober 2016 im Bezirk Kulm das beste Wahlergebnis und zog für die SVP in den Grossen Rat ein.
Vor den Wahlen bezeichnete sie sich selbst als «politisches Greenhorn».
Karin Bertschi erzählte: «Die Idee für eine Kandidatur hatte meine kleine Schwester Olivia – im Beisein von Toni Brunner.»
Ihr Wahlkampf bestand vor allem aus dem Besuch verschiedener Podien...
...und grossen Wahlplakaten.
Karin Bertschi steht als Militärangehörige auch für die Schweizer Armee im Einsatz. (Archivbild von 2013)
Sie leistet ihren Dienst bei der Luftwaffe in Dübendorf, wo sie mithilft, dass die Übermittlungs- und Radarsysteme funktionieren. (Archivbild 2013)
Bertschi absolvierte als Pilotenanwärterin die Sommer-Rekrutenschule 2009 bei den Fliegertruppen in Dübendorf, gab aus gesundheitlichen Gründen ihren Traum als Militärpilotin nach der Unteroffiziersschule jedoch auf. (Archivbild 2013)
Nach den Grossratswahlen musste Karin Bertschi zu einem klärenden Gespräch mit der SVP-Leitung antraben. Denn für Gesprächsstoff sorgte, dass ihr Freund Siegfried Ladenbauer (43) in Wettingen ein Haus baut und dass sie womöglich zu ihm zieht – und dass sie das womöglich schon vor den Wahlen im Auge hatte.
Ein Bertschi-Foto von ihrer Facebook-Seite.

Karin Bertschi

ZVG

Das wird ein Quantensprung in der Entwicklung der Firma Recycling-Paradies AG: Das von Grossrätin Karin Bertschi (26, SVP) geleitete Unternehmen will in Spreitenbach auf einem 55 Aren grossen Grundstück seinen dritten Entsorgungshof bauen. An bester Verkehrslage an der stark befahrenen Industriestrasse Ost (Tivoli, Ikea). Das Bauprojekt liegt ab Montag öffentlich auf. Karin Bertschi hofft, die zwei grossen Hallen im Herbst 2018 in Betrieb nehmen zu können. Gesamtinvestition: 6.5 Millionen Franken.

Das Unternehmen betreibt bereits in Reinach und in Hunzenschwil Recycling-Paradiese. Dort müssen die Konsumenten – anders als bisher an vielen Orten im Limmattal – keine Jahresvignetten für die Abgabe der Entsorgungsgüter lösen.

«Wir haben sehr viel Zeit und Energie investiert, um einen geeigneten Standort zu finden», erklärt Karin Bertschi, die sowohl Geschäftsführerin der Recycling-Paradies AG, als auch Leiterin des Projektes Spreitenbach ist. An der Ecke Aspstrasse/Industriestrasse (neben Fass-Steiger) sollen zwei attraktive Hallen entstehen. Sie sollen «stöckelschuhtauglich» sein, wie Karin Bertschi erklärt. Das Entsorgen soll angenehm und attraktiv sein. Es sollen über 30 Güter abgegeben werden können: von den Elektrogeräten bis zu den Kaffeekapseln.

Rund 14 neu Jobs geplant

Karin Bertschi und die Mitbesitzer der Firma, ihre drei Geschwister, planen, in Spreitenbach rund 14 Arbeitsplätze zu schaffen. Zumeist Teilzeitstellen. In ihren bisherigen zwei Recycling-Paradiesen beschäftigen sie auch Leute mit erschwerten Lebensbedingungen. Ähnliches ist für Spreitenbach angedacht. Den Bertschi-Geschwistern ist der Wissenstransfer ein grosses Anliegen: So werden an den Standorten Reinach und Hunzenschwil bis zu 3500 Kinder pro Jahr gratis geschult.

Karin Bertschi sagt: «Für uns ist das Projekt in Spreitenbach ein sehr grosser Schritt.» Die Wynentaler SVP-Grossrätin hatte in den letzten Tagen für Gesprächsstoff gesorgt, weil sie wegen Falschaussage zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen und einer Busse von 3000 Franken verurteilt worden war.

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