Stetten
Erfroren: Stetter Jungstorch hat Kälte und Regen nicht überlebt

Der starke Regen von letzter Woche hat nicht nur für Überflutungen gesorgt und dem Menschen arg zugesetzt. Schwer darunter gelitten hat auch die Vogelwelt. Störche, Enten und andere Wasservögel haben ihre Brut verloren.

Erna Lang-Jonsdottir
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Einer der beiden Jungstörche ist tot.

Einer der beiden Jungstörche ist tot.

zvg

Das Storchenpaar im Horst auf dem Hochkamin der Schnapsbrennerei Humbel in Stetten hat einen ihrer beiden Jungstörche verloren.

«Vermutlich ist der Jungstorch von Samstag auf Sonntag im Horst erfroren», sagt Alois Vogler, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Stetten. Er hat den toten Vogel gestern Abend aus dem Horst geholt. Er habe zwar beobachtet, «wie der alte Storch versucht hat, die Jungen mit seinen Flügeln vor dem Regen zu schützen». Doch das Gefieder der knapp sechs Wochen alten Jungstörchen sei noch nicht ausgewachsen und sei anhaltendem Regen und tiefen Temperaturen nicht gefeit, sagt Vogler.

«Zu 100 Prozent ihre Brut verloren haben viele Enten, Schwäne und andere an Flüssen brütende Vögel», bedauert er. Es gebe zwar Wasservögel wie die Hubentaucher, die Schwimmnester bauen.

«Doch die Reuss hat diese Nester auch mitgerissen.» Das schlechte und kalte Wetter hat sich generell negativ auf die Vogelwelt ausgewirkt. Insektenfresser wie Fledermäuse oder Schwalben kämpfen damit, ihren Nachwuchs zu füttern. Wie gross der Verlust tatsächlich ist, kann Vogler nicht beziffern.