1. Das grosse Thema zurzeit in Baden: die Finanzen. Wo hat die Stadtverwaltung noch Sparpotenzial?

Mit Optima 1 und 2 haben wir alle Produkte und Dienstleistungen nach Einsparpotenzial durchleuchtet. Der nächste Schritt wäre Aufgaben streichen. Bevor man diesen Hebel ansetzt, sollten jedoch alle Investitionen überprüft werden.

2. Worauf haben Sie sich mehr gefreut: Die Badenfahrt oder den Wahlkampf und weshalb?

Ohne Wenn und Aber auf die wunderbare Badenfahrt, die die ganze Region bewegte.

3. Sollte die Stadt Baden in den kommenden vier Jahren Fusionen mit Nachbargemeinden beschliessen? Wenn ja, mit welchen?

Diese Frage ist nicht, mit welchen Gemeinden, sondern wie der Weg zu beschreiten ist. Da haben Aarau und zehn umliegende Gemeinden mit dem ergebnisoffenen Prozess «Zukunftsraum Aarau» die Nase vorn.

4. Ihr politisches Vorbild?

Immer noch meine Coucousine Christine Egerszegi-Obrist. Sie ist eine echte liberale Politikerin, die für ihre Meinung mit viel Engagement und Esprit einsteht.

5. Wie sieht Baden im Jahr 2040 aus?

Neben vielen kleinen Veränderungen wie verdichtetes Bauen werden selbstfahrende Autos mit Elektromotor das Stadtbild prägen; die Limmatklus wird wesentlich ruhiger sein.

6. Ihr bisher grösster Erfolg, Ihre bisher grösste Niederlage?

Die im Januar 2017 vom Einwohnerrat angenommene Vorlage «Zukunft Wohnmuseum Langmatt». Der Tiefpunkt war, dass unser Projekt «Elternbildung» in den umliegenden Gemeinden nicht mehrheitsfähig war.

7. Wo muss der Stadtrat in den kommenden vier Jahren seine Schwerpunkte setzen?

Ganz klar bei den Finanzen – unsere Stadt soll jedoch weiter für Jung und Alt attraktiv bleiben. So sind eine lebendige Kultur und ein gutes Angebot in der Tagesbetreuung unsere Aushängeschilder.

8. Welches wäre Ihr grösster Albtraum für die Stadt Baden?

Ich schlafe gut und tief und wenn ich von der Stadt träume, dann ohne Angst, Panik und negativen Emotionen.

9. Welche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen, was würden Sie fragen?

AiWeiWei ist ein chinesischer Künstler und ich würde mit ihm gerne über seinen Mut und über die politische Wirkung seiner Kunst diskutieren, die sich zwischen Protest und Widerstand bewegt.

10. Welchen der offiziellen Stadtratskandidaten wählen Sie, wen wählen Sie nicht?

Sieben Persönlichkeiten, denen ich zutraue, die Stadt als Team zu führen.