Gemeindeammann Hans Ulrich Reber sagt: «Wir sind auf dem richtigen Weg und werden diesen weitergehen.» Damit kündigt er auch für die kommenden Budgets restriktive Massnahmen an.

Mit über 4000 Franken pro Kopf war Würenlos die am höchsten verschuldete Gemeinde des Bezirks Baden. Im Rechnungsabschluss 2014 sind sie auf 3078 Franken gesunken. Die Reduktion ist aber vor allem auf die Verbuchung des neu geltenden «Harmonisierten Rechnungsmodell 2» (HRM 2) zurückzuführen. «Die Schulden müssen weiter reduziert werden», sagt Reber mit Blick auf den kantonalen Richtwert von 2500 Franken pro Kopf.

Ausgaben deutlich gesenkt

Bei einem Umsatz von 32,4 Millionen Franken schliesst die Rechnung um 1,85 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Dazu beigetragen haben das Sparpaket, Mehreinnahmen bei den Steuern für juristische Personen sowie den Erbschafts- und Schenkungssteuern und geringere Sozialkosten. Mit dem im letzten Jahr von der Gemeindeversammlung beschlossenen Sparpaket hat der Gemeinderat die Ausgaben um 407 000 Franken reduziert. Unter anderem wurde auf Unterhaltsarbeiten an Flurwegen verzichtet und Projekte wie die Bahnhofstrasse und das kommunale Energiekonzept verschoben. «Wir haben auch die Beiträge und Spenden an Organisationen reduziert», sagt Hans Ulrich Reber.

Zwei in Würenlos domizilierten Unternehmen geht es sehr gut, teilt die Gemeinde mit. Auf ihre Geschäftstätigkeit ist der Mehrertrag von 418 000 Franken bei den Steuern der juristischen Personen zurückzuführen. Die um 35 000 Franken höheren Grundstückgewinnsteuern zeigen, dass Würenlos als Wohnort gefragt ist. Die Erbschafts- und Schenkungssteuern brachten 294 000 Franken mehr als erwartet. Insgesamt hat die Gemeinde Würenlos 20,12 Millionen Franken Steuern eingenommen.

Mit 776 000 Franken sind die Nettoinvestitionen rund 900 000 Franken geringer als budgetiert. Zum Ergebnis hat unter anderem das neue Schulhaus Feld beigetragen. Statt der 7,6 kostete es nur 7,3 Millionen Franken. Weiter ist die Sanierung Schliefenenweg/Buechzelglistrasse entgegen den Erwartungen noch nicht abgerechnet. Sie wird voraussichtlich in die Rechnung 2015 einfliessen.

Für die neue Rechnung nach HRM 2 mussten die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten neu bewertet werden. Deshalb stieg die Bilanzsumme von 44 Millionen auf 91 Millionen Franken. Dieses Kapital steckt vor allem in der Infrastruktur wie Strassen, Schulhäusern und Land.