Baden
Erste Etappe für moderne Wohnungen in der Allmend gestartet

Die Bauarbeiten an den Genossenschaftswohnungen auf der Badener Allmend haben gestern begonnen. In einer ersten Etappe werden innerhalb eines Jahres 15 neue Wohnungen entstehen.

Philippe Neidhart
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Trotz Regen herrschte bei den Verantwortlichen für die Genossenschaftssiedlung auf der Allmend beim Spatenstich eine gute Stimmung. PHN

Trotz Regen herrschte bei den Verantwortlichen für die Genossenschaftssiedlung auf der Allmend beim Spatenstich eine gute Stimmung. PHN

Von der Badener Allmend geniesst man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Die Idylle wird in den kommenden zwei Jahren aber von Baulärm durchbrochen. Denn mit dem Spatenstich wurde der Startschuss zu den Ersatzneubauten der Genossenschaftssiedlung Allmend gegeben. In einer ersten Etappe werden innerhalb eines Jahres 15 neue Wohnungen entstehen. Diese sollten im Frühling 2012 einzugsbereit sein. Danach werden auch noch die letzten alten Gebäude abgerissen und in einer zweiten Bauetappe durch weitere 20 Wohnungen ersetzt.

Der Grundsatz der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern (GBSG) ist es, günsti-gen Wohnraum in der Region Baden anzubieten. Bei diesem Projekt war es für den Präsidenten der Genossenschaft und der Baukommission Heinz Germann deshalb wichtig, ein gutes Mittelmass zu finden. «Die neue Siedlung ist ein Spagat zwischen einer wunderbaren Lage und bezahlbaren Wohnungen.» Bis anhin zahlte man gerade mal 960 Franken für eine 3-Zimmer-Wohnung in der Allmend.

Solch günstige Wohnungen wird es in Zukunft aber nicht mehr geben. «Trotz eines Mietpreises von circa 1900 Franken für eine 31⁄2-Zimmer-Wohnung liegt der Preis noch immer unter dem Marktdurchschnitt», sagt Germann.

Potenzial voll ausschöpfen

Die Häuser der ursprünglichen Allmend-Siedlung waren schon 63 Jahre alt. Laut Germann wäre eine Renovation dieser Wohnungen finanziell ein zu grosser Aufwand gewesen. «Die Schall- und Wärmeisolation entspricht längst nicht mehr dem heutigen Standard.» Aufgrund dessen habe man sich zu einem Neubau entschieden. Ausserdem könne man so den hervorragenden Standort besser nutzen. «Die Allmend hat das Potenzial für grössere Wohnungen.» Mit dem Neubau trägt man laut Germann zur erwünschten Verdichtung des Siedlungsgebiets bei. Deshalb werden die Häuser zwei Stockwerke und ein Attikageschoss aufweisen.

Ein Platz für die Vögel

Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf rund 21 Millionen Franken. Für die Umsetzung des Neubaus wurde das Architekturbüro Fugazza Steinmann&Partner beauftragt. Diese hatten noch einen ganz speziellen Auftrag. Denn in den al-ten Genossenschaftsbauten befanden sich nebst den Mietern noch etliche Nistplätze für Mauersegler. Bei der Planung der neuen Wohnungen musste deshalb darauf geachtet werden, den Vögeln auch in Zukunft Platz zu bieten. So entstehen nebst den Wohnungen zusätzlich noch 50 Nistplätze.

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