Umfahrung

Erster Workshop, zweiter Anlauf: Das 38-Millionen-Projekt beschäftigt die Mellinger

Mellingens Ammann Bruno Gretener (FDP) blickt einer verkehrsberuhigten Altstadt entgegen.

Mellingens Ammann Bruno Gretener (FDP) blickt einer verkehrsberuhigten Altstadt entgegen.

Seit Anfang Juni wird an der Umfahrung in Mellingen gebaut. Diese soll den Durchgangsverkehr entlasten. Der Gemeinderat und die Plaza-Kommission haben Workshops geplant, bei denen die Mellinger Bevölkerung ihre Anliegen einbringen kann. Diese werden, nach coronabedingter Verschiebung, nachgeholt.

Am Wochenende lud die FDP Mellingen zu einem Rundgang ein, um über den aktuellen Stand der Bauarbeiten der Umfahrung Mellingen zu orientieren. Seit dem 6. Juni wird an der 38 Millionen Franken teuren und 1,9 Kilometer langen Umfahrungsstrasse gebaut, die das Städtli vom Durchgangsverkehr entlasten soll.

Gemeindeammann und Grossrat Bruno Gretener (FDP) führte mit seinen Ausführungen die Gruppe an. Die Erdbauarbeiten am Trassee der Militärstrasse sind zu 95 Prozent fertiggestellt und auch am Mühlebach und dem Franzosengraben werden die geplanten Aufwertungsmassnahmen bald sichtbar voranschreiten.

Meinung der Bevölkerung ist gefragt

Anhand der Dammschüttungen zur neuen Reussbrücke lässt sich bereits deutlich erkennen, wie künftig die Reuss überquert wird. In den nächsten Wochen wird sich nicht mehr viel verändern, weil sich die Aufschüttungen zuerst setzen müssen, bevor mit den Bauten begonnen werden kann.

Gefragt ist in den nächsten Wochen aber die Meinung der Mellinger Bevölkerung. Gemeinderat und Plaza-Kommission laden am 31. Oktober zum ersten Workshop ein. Das spanische Wort für Platz bedeutet in Mellingen: «Planung Zentrumsentwicklung und Aufwertung ­Altstadt». Der Anlass unter dem Titel «Zukunftswerkstatt Zentrum Mellingen» hätte bereits am 4. April stattfinden sollen, musste aufgrund der Coronapandemie aber verschoben werden. Nun also der zweite Anlauf.

Bevölkerung soll Ideen und Wünsche einbringen

Sobald die Umfahrung fertiggestellt ist – voraussichtlich im Sommer 2023 –, sollen Zentrum und Altstadt aufgewertet werden. Im Projekt Plaza kann die Bevölkerung ihre Vorstellungen und Wünsche zur Entwicklung der Zentrumsbereiche und zur Gestaltung der verkehrsberuhigten Altstadt einbringen.

«Die Mitwirkung der Bevölkerung ist ein wichtiger Faktor für das gute Gelingen der Projekte. Interessierte Personen können an den Workshops teilnehmen und allenfalls auch in Arbeitsgruppen mitwirken», teilt die Gemeinde mit. Der Gemeinderat wird für den Anlass vom 31. Oktober (9 bis 15 Uhr) ein Schutzkonzept erstellen und sicherstellen, dass die gültigen Coronavorschriften eingehalten werden. Es ist vorgesehen, dass am Workshop in der Turnhalle Kleine Kreuzzelg maximal 100 Personen teilnehmen. Um den Workshop planen zu können, bittet die Gemeinde die Teilnehmenden, sich bis am 20. Oktober auf der Gemeindekanzlei oder online anzumelden.

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