Killwangen
Es braucht keinen Güterschuppen mehr

Die Gemeindeversammlung hiess den Antrag, den Schutz des Güterschuppens aufzuheben, mit grossem Mehr gut. Damit kann der Schuppen abgebrochen werden, um Platz für einen Busterminal zu schaffen: Dieser ist nötig, weil mit der Eröffnung der Limmattalbahn 2022 der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt wird.

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Mit der Eröffnung der Limmattalbahn 2022 wird der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt

Mit der Eröffnung der Limmattalbahn 2022 wird der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt

Mario Heller

2022, mit der Eröffnung der Limmattalbahn wird der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach, zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Auf dem engen Areal werden S-Bahn, Bus, Limmattalbahn und Individualverkehr miteinander verknüpft. Um die Situation zu verbessern möchte der Gemeinderat Killwangen anstelle des Güterschuppens einen Busterminal erstellen. Das ist aber nicht so einfach möglich, weil der Bahnhof gemäss Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Gemeinde Killwangen unter Gebäudeschutz steht. Deshalb sollte die Gemeindeversammlung den Schutz des Güterschuppens aufheben um so die Voraussetzung für einen Abbruch zu schaffen.

Die Versammlungsteilnehmer folgten nicht nur ihrem Gemeinderat, sie gingen sogar einen Schritt weiter: Mit sehr grossem Mehr hiess sie gleich zwei sich ergänzende Anträge aus der Versammlung gut. Diese erlauben, nicht nur den Schutz des Güterschuppens sondern allenfalls den Schutz des gesamten Bahnhofgebäudes aufzuheben. Die Kompetenz, sich bei den bevorstehenden Verhandlungen mit dem Kanton für eine der beiden Varianten zu entscheiden, liegt nun beim Gemeinderat. Die Verhandlungen sind notwendig weil die BNO nur mit Zustimmung des Kantons geändert werden kann. Letztlich wird das Bundesamt für Verkehr (BAV) über das Projekt entscheiden.

Weitere Anträge mit grossem Mehr zugestimmt

Auch den weiteren Anträgen des Gemeinderates haben die Versammlungsteilnehmer jeweils mit sehr grossem Mehr zugestimmt. Die Rechnung 2015 weist einen Ertragsüberschuss von 865 000 Franken aus, der ins Eigenkapital überwiesen wird. Dass der Ertragsüberschuss das Budget um rund 700 000 Franken übertrifft ist vor allem auf höhere Steuereinnahmen zurück zu führen. Für insgesamt 1,8 Millionen Franken werden die Werkleitungen im Brühlhaldenweg sowie der Schürweg und die Schulstrasse erneuert. Und um den Unterhalt der Schulanlagen und weiteren Gemeindeliegenschaften zu bewältigen wurde eine weitere Stelle bewilligt.

Weil lediglich 75 der 1167 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung teilnahmen, unterliegen alle Beschlüsse dem fakultativen Referendum.