Baden

Es gibt keine Ausbaupläne für das kostenlose Badener WLAN

In Baden kann man vielerorts online gehen, aber nicht überall

In Baden kann man vielerorts online gehen, aber nicht überall

Baden ist von der ABB bis zur Weiten Gasse online für alle. Dass die Stadt flächendeckend mit einem Drahtlosnetz abgedeckt werden könnte, ist derzeit aber kein Thema mehr.

Was bringt ein iPad in der Tasche, ein Laptop auf dem Schoss oder ein Smartphone in der Hand, wenn kein drahtloses Internet vorhanden ist? Nichts. Das wissen auch die Regionalwerke AG Baden. Seit 2008 investierten sie etwa 300000 Franken in ein Funknetz, das einen WLAN-Zugang zum Internet ermöglicht. Gratis und für alle, die sich in der richtigen Zone in Baden befinden.

Zuerst wurden mit dem Baden.WLAN Bruggerstrasse, Trafo, Theaterplatz und das Gebiet Bahnhof West abgedeckt. Im letzten Sommer kam auch die Innenstadt bis zur Weiten Gasse hinzu. In der ersten Euphorie hiess es noch, dass man in Baden bald flächendeckend auf das Drahtlosnetz zugreifen können werde. Das tönt heute aber wieder anders: «Wir haben im Moment keine Pläne für einen weiteren Ausbau. Das WLAN ist immer noch ein grosses Verlustgeschäft», sagt Christoph Umbricht, Abteilungsleiter Elektrizitätsversorgung Regionalwerke AG Baden. Da habe man mehr erwartet. «Erst wenn das Netz durch mehr Werbepartner ertragsreicher wird, ist ein flächendeckender Ausbau in Baden wieder aktuell.»

Einnahmen werden durch Werbung generiert: Wenn man sein Smartphone mit dem Baden.WLAN-Netz verbindet, landet man zuerst auf der so genannten Landing Page. Danach kommt man auf die Homepage des jeweiligen Werbepartners. Für das nächste halbe Jahr konnten die Regionalwerke die Stadtbibliothek Baden gewinnen. «Unser Konzept ist es, ein Netz anzubieten, damit es Kunden nutzen können und so auf die Seite des Werbepartners gelangen», sagt Umbricht.

Ziel: Werbung ohne Streuverlust

Künftig soll das Werbeangebot noch zielgenauer werden. Das sei besonders für lokale Firmen interessant. Die Idee ist, die Werbung so lokal einzurichten, dass zum Beispiel ein Restaurant, das gerade am Weg liegt, sein Mittagsmenü anpreisen kann.

Oder der Schuhmacher oder der Coiffeur seine Angebote. Dadurch sollen Streuverluste verhindert und der Werbefranken gut eingesetzt werden. «Aber das ist noch Zukunftsmusik», sagt Umbricht. «Technisch ist dies momentan leider noch nicht möglich.»

Das WLAN wird geschätzt

In der Stadt Baden gibt es 31 Access Points, die für die Abdeckung sorgen. Diese grauen Kästchen sind mehrheitlich an den Abspannseilen der Strassenbeleuchtung aufgehängt. Es habe schon Passanten gegeben, die dachten, dass diese «Lampen» gar nicht leuchten würden, erzählt Umbricht.

Das kostenlose WLAN kommt in der Bevölkerung gut an. «Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen», sagt Umbricht.

Zu Spitzenstunden seien etwa 120 Leute gleichzeitig auf dem Baden.WLAN-Netz. «Das ist gut machbar. Wir haben kein Problem mit der Kapazität.» Heute gebe es 3- bis 4-mal mehr Zugriffe auf das Netz als noch zu Beginn im 2008. Pro Monat werden 20000 Zugriffe auf das Netz verzeichnet, und dies von etwa 2500 verschiedenen Nutzern, erklärt Christoph Umbricht.

Neu eingeführt wurde eine Regis-trierung beim erstmaligen Zugang auf das Netz. Umbricht erklärt, dass die IT-Abteilung der Kantonspolizei ganz am Anfang gefragt habe, wie man sicherstellen könne, dass durch den öffentlichen Gebrauch des Netzes kein Missbrauch entstehe. Umbricht: «Grundsätzlich verhindern können wir einen Missbrauch nicht, mit der Registrierung sind wir aber in der Lage, in so einem Fall Auskunft über die Benutzer geben zu können.»

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