Was fasziniert Sie persönlich so am Orientierungslauf?

Chris Marolf: Es ist die Kombination des Rennens und Denkens, die mich fasziniert. Man muss immer vorausplanen und sich immer genau überlegen, wo man durchlaufen will. Teilweise ist es auch frustrierend, wenn man einen Posten nicht sofort findet. In diesem Fall darf man die Nerven nicht verlieren und muss klar denken können, um den Weg wieder zu finden.

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, dass man draussen sein kann und mit der Natur verbunden ist. Es ist auch etwas sehr Gesellschaftliches, weil man es man mit anderen Leuten unternehmen kann.

Welcher Stellenwert hat der Orientierungslauf in der Schweiz verglichen mit anderen Ländern, in denen Sie schon waren?

Marolf: In der Schweiz ist der Stellenwert höher als anderswo. Ich kenne es vor allem von den USA her. Dort ist es nur eine kleine Nischensportart. Ich habe in den Staaten zwar schon einige Male an Orientierungsläufen mitgemacht, aber es waren jeweils nur ein paar wenige motivierte Leute dabei. Die Anlässe waren zwar ähnlich wie dieser hier in Baden, lediglich viel kleiner und viel weniger bekannt.

Sind Sie bis zufrieden mit dem Verlauf dieses OL-Gross-Anlasses?

Marolf: Jetzt herrscht der grosse Andrang, und es läuft gut. Es ist alles ruhig und klappt ohne grossen Stress. Daher kann man sagen, dass ich bis jetzt zufrieden bin.

Wie denken Sie über Plausch-OL für Kinder und Familien? Sind solche Anlässe wichtig, um den Nachwuchs für den Orientierungslauf zu motivieren?

Marolf: Ich finde es sehr wichtig. Allgemein werden Kinder beim Orientierungslauf sehr gut eingebunden. Das sind vor allem die speziellen Orientierungsläufe für Kinder, aber auch der Kinderhort.

Dieser ermöglicht den Eltern die sorgenfreie Teilnahme am Lauf, während für ihre Kinder gesorgt wird. Auch Baden ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit der Stadt und der öffentlichen Hand zusammengearbeitet wird. Die Unterstützung des OL-Klubs Cordoba durch die Stadt Baden ist sehr gross.