Für Jacqueline Strauss war es ein besonderer Moment, als sie von Regierungsrat Alex Hürzeler den Award des Aargauischen Fussballverbands (AFV) als «Funktionär des Jahres» im Campussaal in Brugg-Windisch entgegennehmen konnte. Geehrt wurde die 53-Jährige für ihr langjähriges Engagement für den FC Baden: Seit fast drei Jahrzehnten ist Jacqueline Strauss im FC Baden aktiv – ob als Vorstandsmitglied, Frauenobfrau oder als Mitglied des Staffs der 1. Mannschaft.

Die ehemalige Fussballspielerin und Testmanagerin in der Informatik spricht im Interview über die Bedeutung der Auszeichnung und einen möglichen Aufstieg des FC Baden.

Jacqueline Strauss, Sie haben die beiden anderen nominierten Funktionäre, Hans Hübscher (FC Muri) und Theo Fricker (FC Niederlenz), hinter sich lassen können. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie auf die Bühne gerufen wurden?

Jacqueline Strauss: Eigentlich war mein Kopf leer. Ich wusste im ersten Moment gar nicht, was ich antworten soll, wenn ich gefragt werde (lacht). Doch einmal auf der Bühne, fielen mir die Worte wieder ein. Es war ein sehr emotionaler Moment.

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?

Es ist mir eine riesengrosse Ehre und eine Wertschätzung für meine Person. Über 400 Gratulationen habe ich erhalten, es ist schlicht überwältigend. Die Auszeichnung gehört aber nicht nur mir, sondern auch dem FC Baden. Denn ohne den Verein und den ganzen Staff wäre alles gar nicht möglich gewesen.

Apropos: Noch im Frühjahr kämpfte der FC Baden um seine Existenz und den Ligaerhalt. Heute, zur Saisonhälfte, belegt er den zweiten Tabellenplatz. Ist der Preis auch als Symbol für die Auferstehung zu verstehen?

Dass es dem Verein wieder gut geht, ist insbesondere Präsident Heinz Gassmann und seinem grossen Beziehungsnetz zu verdanken. Als sich der Führungswechsel im Vorstand und im Trainerstab abzeichnete, wirkte sich das auch auf die 1. Mannschaft aus: Der Appetit ist zurück.

Glauben Sie, dass der FC Baden den Aufstieg in die dritthöchste Liga, die Promotion League, diese Saison schafft?

Wenn die Mannschaft die Leistungen bringt, die sie in der Hinrunde gezeigt hat und weiterhin am selben Strick zieht, dann könnte es klappen, dass wir die Aufstiegsspiele erreichen.

Für die Mannschaft geht es mit dem Rückrundenspiel gegen den FC Thalwil am 2. März weiter. Welche Aufgaben stehen Ihnen bis dahin bevor?

Zuerst einmal werde ich ab Mitte Dezember drei Wochen Ferien geniessen. Ab dem 14. Januar 2019 beginnt dann wieder die Vorbereitung für die Rückrunde. Meine Aufgabe wird es sein, den Spielbetrieb der Rückrunde vorzubereiten, Spiele anzusetzen und die ersten Meisterschaftsspiele zu planen. Und falls es zu Neuzugängen kommt, werde ich diese Übertritte veranlassen.