Baden

Experten geben Entwarnung für Schlossruinen-Fels – vorerst

Bei Schneefall wäre die Fels-Untersuchung schwierig gewesen.

Bei Schneefall wäre die Fels-Untersuchung schwierig gewesen.

Im Januar donnerte ein Steinbrocken auf die Rütistrasse, jetzt erklären die Fachleute den Hang für ungefährlich. Genauere Untersuchungen sollen zeigen, ob wirklich kein Steinschlag mehr droht.

Die gute Nachricht: Am Felsen rund um die Schlossruine Stein sind keine Sofortmassnahmen nötig. Strassen müssen keine gesperrt werden und der Felsen muss nicht von lockerem Gestein gereinigt werden. Allerdings müssen die Experten einige Stellen noch genauer untersuchen. Dies ergaben erste Begehungen des Felsens und die Aufnahmen, welche die Experten mithilfe einer Drohne gemacht haben.

Die Untersuchungen wurden nötig, weil Anfang Januar ein Steinbrocken auf die Rütistrasse gefallen war. Mit Glück wurde an jenem Sonntagmorgen niemand verletzt. Christoph Kupper, Leiter des Regionalen Führungsorgans Baden Region, war an jenem Morgen mit seinem Naturgefahren-Experten vor Ort.

Er wies darauf hin, dass es völlig normal sei, dass immer wieder kleine Steine vom Felsen abbröckeln, dass aber der grosse Brocken sehr ausergewöhnlich sei. Deshalb sollten die Experten abklären, ob die Gefahr von weiteren Steinschlägen besteht. Nach den ersten Erkenntnissen wollen die Fachleute einzelne Stellen noch genauer untersuchen, um zu prüfen, ob mittel- oder langfristig Sicherheitsmassnahmen nötig werden – zum Beispiel in Form von Netzen, welche herabfallende Steine auffangen könnten.

«Die Fachleute werden anhand von detaillierten geologischen Geländeaufnahmen mögliche Gefährdungen abschätzen. Je nach Resultat werden uns die Experten Massnahmen vorschlagen, mit denen die Gefahr vermindert und allenfalls instabile Felsbereiche gesichert werden können», erklärt Daniel Lötscher von der städtischen Abteilung Tiefbau. Das definitive Gutachten soll bis Ende März auf dem Tisch der Abteilung liegen.

Parallel zu den Untersuchungen um die Schlossruine haben die Fachleute die Felswand bei der Quartierwiese Sonnmatt inspiziert. Auch dort sind keine Sofortmassnahmen nötig. Die Experten empfehlen aber, vorsorglich die Bäume auf dem Felsgrat zurückzuschneiden, damit der Druck auf das Gestein abnimmt. Weiter überlegt man, eine Warntafel «Achtung Steinschlag» zwischen Quartierwiese und Fels aufzustellen und den dort vorhandenen Zaun auszubauen.

Zu guter Letzt haben die Untersuchungen gezeigt, dass der Felsbrocken nicht wie anfänglich angenommen 300 Kilo schwer ist. Die Experten schätzen ihn auf lediglich 200 Kilo.

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