Baden
Fachstelle für Altersfragen will weiterwachsen

Die Fachstelle für Altersfragen will die Zusammenarbeit mit Gemeinden in der Region ausweiten. Neue Serviceleistungen auf dem Gebiet der Altersarbeit werden angeboten.

Barbara Scherer
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Roland Guntern, Leiter der Fachstelle für Altersfragen, wünscht sich eine Zusammenarbeit mit mehr Gemeinden der Region.Alex Spichale

Roland Guntern, Leiter der Fachstelle für Altersfragen, wünscht sich eine Zusammenarbeit mit mehr Gemeinden der Region.Alex Spichale

Alex Spichale

Zerbrechlich und pflegebedürftig – alt sein stellt sich so manch einer schrecklich vor. Doch diese Vorstellung ist weit gefehlt; heute leben immer mehr Senioren länger ohne Einschränkungen. «Nur rund 18 Prozent der 80-Jährigen leben in einem Pflegeheim», sagt Roland Guntern, Leiter der Fachstelle für Altersfragen Region Baden.

Viele alte Menschen bleiben lange selbstständig und holen sich Hilfe in die eigenen vier Wände. Welche Strukturen notwendig sind und wo Lücken bestehen, damit setzt sich die Fachstelle für Altersfragen auseinander. Ab nächstem Jahr präsentiert sich die Fachstelle mit einem neuen Konzept, dass die Zusammenarbeit mit mehr Gemeinden vereinfachen soll und unter neuem Namen: «Fachstelle Alter Region Baden».

Austausch zwischen Gemeinden

Die Fachstelle richtet sich nicht direkt an die Bevölkerung, sondern arbeitet primär mit Gemeinden, Behörden, Organisationen und Institutionen zusammen. Bisher stimmen die Stadt Baden und die Gemeinden Ennetbaden, Obersiggenthal, Bergdietikon und Killwangen ihre Altersarbeit über die Fachstelle aufeinander ab. «Unser Ziel ist es, dass weitere Gemeinden der Region mit der Fachstelle zusammen arbeiten», sagt Guntern. Dabei bestehe die Möglichkeit einer intensiven oder weniger intensiven Zusammenarbeit. Im Rahmen der Neugestaltung wurden so flexible und differenzierte Serviceleistungen ausgearbeitet. Ein Basisangebot soll den Gemeinden direkte Unterstützung gewährleisten und bei der Durchführung von Projekten helfen. Hinzu kommen drei Zusatzleistungen: Die Zustellung des Senioreninformationsblatts SEN, die Vermittlungsstelle für den Besuchsdienst und die Beteiligung am regionalen Altersforum. Entweder können die Gemeinden der Fachstelle beitreten und erhalten direkte Unterstützung und beteiligen sich am Altersforum oder sie können eine der Zusatzleistungen beziehen.

Weil der Anteil der älteren Bevölkerung stetig anwächst, aufgrund der höheren Lebenserwartung und der rückläufigen Geburtenrate, kann eine grosse überregionale Zusammenarbeit durchaus von Vorteil sein für die Gemeinden.

«Es ist wichtig, das Potenzial der Senioren zu erkennen und zu nutzen», sagt Guntern. Viele alte Menschen würden und können sich weiterhin am gesellschaftlichen Leben beteiligen. «Ziel ist es, Lösungen für die Herausforderungen und Probleme im Alter zur Verfügung zu stellen», sagt Guntern.

Gegründet wurde die heutige Fachstelle 2006 mit den fünf Gemeinden und der Pro Senectute Aargau. Allerdings gab es bereits elf Jahre zuvor erste Ansätze für eine Gemeindeübergreifenden Altersarbeit. Dabei bildeten die Stadt Baden und die Gemeinde Ennetbaden die Pioniere und entwickelten gemeinsam mit den Organisationen und Institutionen der Altersarbeit eine Zusammenarbeit.