Die Kinder sitzen gespannt in den Kinosesseln – bald heisst es Film ab. Unter den normalen Zuschauern sitzt auch die Kinderjury, die aus vier Buben und drei Mädchen besteht. Die Kinderjurymitglieder sind zwischen acht und zwölf Jahre alt. Manche von ihnen haben sogar schon selber Animationsfilme gemacht. 22 Kurzfilme dürfen sie sich ansehen und sie kritisch bewerten. Diese stehen unter dem Motto «Verkehrte Welten» sowie «Was ist geschehen?». Nach der Vorstellung diskutieren sie über die gesehenen Filme und wählen davon einen aus. Dieser bekommt dann den Kinderjury-Preis.

Abel, 10, hat sich schon für einen Film entschieden: «Der Film mit dem Vogel und den Ameisen hat mir am besten gefallen. Die Musik bei diesem Film war sehr schön.» Die Kinderjury ist da anderer Meinung. Gianluca, 10, gefiel der Geisterfilm am besten: «Der war richtig lustig.» Die anderen stimmen ihm begeistert zu.

So ist das Animationsfilm-Festival Fantoche eröffnet worden.

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Für welchen Film sich die Jury schlussendlich entscheidet, wird am Sonntag bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Das Kinderpublikum darf auch noch mitbestimmen und einen Stimmzettel ausfüllen. «Die grösste Spannung liegt darin, ob sich die beiden Entscheidungen unterscheiden», sagt Franziska Trefzer, Moderatorin der Zauberlaterne. «Die letzten Jahre stimmten die Entscheidungen der Kinderjury und die des Kinderpublikums überein.»

So kommen Kinder in die Jury

Jedes Jahr wählt der Kinder-Filmklub Zauberlaterne aus allen Bewerbungen eine Jury aus. Die Kinder sind zwischen acht und zwölf Jahre alt und kommen aus der Region Baden. Die Mitglieder der «Zauberlaterne» wählen die Jury aber nicht willkürlich aus. Jedes Kind muss eine Begründung liefern, warum es in die Jury aufgenommen werden soll. «Es sind nicht viele Bewerbungen eingegangen. Wir mussten aus ungefähr 20 Bewerberinnen und Bewerber sieben Kinder auswählen», sagt Andrea Wildt, Pressesprecherin der «Zauberlaterne».