Die Sonne begann hinter den Wolken hervorzulachen, als der flotte Umzug sich vom Kirchplatz aus an den dicht besetzten Publikumsreihen durch die Innenstadt in Bewegung setzte. Die fast 20 Guggenmusiken gaben zweifellos den Ton an, darunter Gruppen aus Bern, von Rapperswil und Thayngen.

Besonders im Fokus stand das Sujet der Selfie-Geschichte des Stadtammanns. Das «Gipfeli» setzte sich mit dem Thema auseinander und packte als Stadt-Geri zur Freude des närrischen Publikums seinen Stadtturm aus. Kein Wunder, hievte die Jury den Nussbaumer auf den 1. Platz der Einzelmasken.

Herrlich bunt und laut: Fasnachts-Umzug in Baden mit rund 800 Teilnehmenden.

Herrlich bunt und laut: Fasnachts-Umzug in Baden mit rund 800 Teilnehmenden.

Bei den grossen Wagen war die Sache fast so schnell erledigt: Die 34er-Höckler, die mit ihrem Penis-Wagen an der vergangenen Fasnacht wohl der Zeit ein Jahr voraus waren, landeten mit «Schatzi, schenk mir ein Foto», ebenfalls auf Platz eins, zumal es in dieser Kategorie leider auch keine weitere närrische Konkurrenz gab. Der Sujets hätte es zwar zur Genüge gegeben, doch nicht so zahlreich wurden sie denn umgesetzt.

Immerhin wagten sich Kinder oder Familien an gewisse Themen und setzten diese ganz ordentlich um: Ein jugendliches Fasnachts-Duo zeigte die Ruine Drachenstein, wie sie wieder aufgebaut werden sollte. Aber auch die Chronegässler mit dem Thema «Bade (ch)läbt», CH.Nobli als grosse Gruppe oder die «Botox Grosis» mit dem Sujet «AHV-Rentenalter» setzten sich prima in Szene, wie etwa auch die grosse Gruppe Währungskurs-Piraten.

Wenn auch der Umzug, von Schampi Stilli auf dem Schlossbergplatz bestens moderiert, zu gefallen wusste, so hofft der Fasnächtler dennoch, dass sich die Zahl der Sujets auf die nächste Fasnacht etwas vermehren könnte.